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Freitag, 23 Oktober 2020 11:02

Zukunft des Heimatmuseums ist gesichert

geschrieben von Michael Tietz
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Unter den Augen der Gräfinnen und Grafen von Bentinck und von Aldenburg (Gemälde im Hintergrund) unterzeichneten am Mittwoch Bürgermeister Gerd-Christian Wagner für die Stadt, Dr. Antje Sander für den Kulturverbund Friesland sowie Hans-Georg Buchtmann und Klaus Engler für den Heimatverein Varel (von links) die Kooperationsvereinbarung. Ziel ist ein zukunftsweisendes Konzept und eine hauptamtliche Leitung für das Heimatmuseum am Neumarktplatz. Unter den Augen der Gräfinnen und Grafen von Bentinck und von Aldenburg (Gemälde im Hintergrund) unterzeichneten am Mittwoch Bürgermeister Gerd-Christian Wagner für die Stadt, Dr. Antje Sander für den Kulturverbund Friesland sowie Hans-Georg Buchtmann und Klaus Engler für den Heimatverein Varel (von links) die Kooperationsvereinbarung. Ziel ist ein zukunftsweisendes Konzept und eine hauptamtliche Leitung für das Heimatmuseum am Neumarktplatz. Foto: Michael Tietz
Kooperationsvereinbarung zwischen Stadt, Heimatverein und Kulturverbund geschlossen

Varel.
Es ist eine Zäsur für die Vareler Museumslandschaft und die Beteiligten sprachen auch von einem „geschichtsträchtigen Ereignis“: Am Mittwoch wurde im Heimatmuseum eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Varel, dem Kulturverbund Friesland und dem Heimatverein Varel unterzeichnet. Der Vertrag bildet die Grundlage für eine zukunftsweisende Neukonzeptionierung des Heimatmuseums und der stadtgeschichtlichen Sammlung und verfolgt das Ziel, das bisher ausschließlich ehrenamtlich geführte und gepflegte Museum mitsamt Mühle und Remise künftig mit einem wissenschaftlichen und zugleich hauptamtlichen Überbau zu versehen.
Bürgermeister Gerd-Christian Wagner sprach von „Professionalisierung“ der Vareler Museumslandschaft, räumte aber sogleich ein, dass der Begriff kaum treffend sei, „denn professionell gearbeitet wurde hier auch bisher schon.“ Es gehe vielmehr um Hauptamtlichkeit, sprich: um finanzielle Mittel.
50.000 Euro stellt die Stadt künftig dem Kulturverbund Friesland zur Verfügung, vertreten durch Dr. Antje Sander und Dr. Andreas von Seggern vom Zweckverband Schloss- und Heimatmuseum Jever. Dafür stellen die Historiker das Heimatmuseum in den kommenden Jahren auf neue Beine, was inhaltliche Konzeption, Marketing und Wissensvermittlung betrifft, Stichwort Museumspädagogik. Das war bislang allein Aufgabe des Vareler Heimatvereins, der seit fast 40 Jahren von Hans-Georg Buchtmann geführt wird. Der Verein selbst besteht im kommenden Jahr 100 Jahre, seit knapp 50 Jahren wird das Heimatmuseum betrieben – und die Sammlung ist über die Jahre stetig gewachsen. „Wir haben einen Stand erreicht, der ehrenamtlich nicht mehr zu bewerkstelligen ist“, erklärte Hans-Georg Buchtmann, und eigentlich sei die Unterhaltung von Museen ohnehin eine öffentliche Aufgabe.
Dieser Aufgabe stellt sich die Stadt also fortan und baut dabei auf die Kompetenz des Kulturverbundes. „Wir müssen mehr tun“, betonte Bürgermeister Wagner am Mitwoch, „und nach langer Vorbereitung sei „nun der Tag des Tuns“ gekommen. Ziel sei es, die bemerkenswerte Vareler Geschichte noch intensiver aufzubereiten und breiter zu präsentieren – auch um es den Varelern leichter zu machen, sich mit der Stadt und ihrer Geschichte zu identifizieren.
Potenzial dafür sei reichlich vorhanden, bestätigten Dr. Antje Sander und ihr Kollege Andreas von Seggern: Sie zollten der Arbeit, die bislang vom Heimatverein geleistet worden ist, „höchsten Respekt“. Antje Sander erklärte, sie freue sich als gebürtige Varelerin sehr auf die neue Aufgabe in ihrer Heimatstadt. In vielen Städten werde mit Stolz intensiv auf die Historie verwiesen, eine breitere Brust würde auch der Stadt Varel in diesem Zusammenhang gut anstehen, betonte die Historikerin.
Dr. Andreas von Seggern ergänzte, dass Varel als Kleinstadt ausgesprochen facettenreich sei, historisch wie kulturlandschaftlich. Mit Blick auf die Entwicklung während der Industrialisierung sei die Bedeutung Varels wohl „einmalig im Oldenburger Land.“
Ziel der Vereinbarung ist es unter anderem, eine hauptamtliche Museumsleitung in Varel zu besetzen, das aber werde nicht sofort geschehen. „Vorteil der Kooperation ist es, dass die Stadt genau das Know-how beim Kulturverbund abrufen kann, das benötigt wird“, erklärte Dr. Antje Sander.

Im Jahr 2024 wird in Varel die erste Erwähnung des Stadtnamens 900 Jahre zuvor gefeiert. Bis dahin, so der Plan, soll eine vollständig neu konzeptionierte Dauerausstellung im Heimatmuseum entwickelt werden.
Gelesen 220 mal Letzte Änderung am Freitag, 23 Oktober 2020 11:58

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