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Freitag, 30 Oktober 2020 10:32

Fahrbahn ist auch für Radler frei

geschrieben von Michael Tietz
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Kann man machen, muss man aber nicht: Radfahrer dürfen an der Oldenburger Straße sowohl auf der Nebenanlage (wie hier zu sehen) als auch auf der Fahrbahn fahren. Auf dem Gehweg sind sie aber quasi nur geduldet, müssen hier besondere Vorsicht walten und Fußgängern im Zweifel den Vortritt lassen. Auf der Fahrbahn sind sie den Kraftfahrern gleichberechtigt. Egal ob Straße oder Gehweg: Gefahren werden darf immer nur in Fahrtrichtung rechts. Kann man machen, muss man aber nicht: Radfahrer dürfen an der Oldenburger Straße sowohl auf der Nebenanlage (wie hier zu sehen) als auch auf der Fahrbahn fahren. Auf dem Gehweg sind sie aber quasi nur geduldet, müssen hier besondere Vorsicht walten und Fußgängern im Zweifel den Vortritt lassen. Auf der Fahrbahn sind sie den Kraftfahrern gleichberechtigt. Egal ob Straße oder Gehweg: Gefahren werden darf immer nur in Fahrtrichtung rechts. Foto: Michael Tietz
Varel. Wohl jeder, der mal mit dem Fahrrad, aber ebenso auch mit dem Auto unterwegs ist, kennt das Phänomen: sitzt man auf dem Rad, ärgert man sich rasch über vermeintlich oder tatsächlich rücksichtslos rasende Kraftfahrer, die zu dicht vorbeifahren, ausbremsen oder noch ganz anders zu verstehen geben, dass man doch auf der Straße mit dem Rad nichts zu suchen habe. Andersherum gibt es auch hinter dem Steuer hin und wieder Begegnungen mit Vertretern der Kategorie „Rüpelradler“, die es mit den Verkehrsregeln nicht so genau nehmen, beliebig zwischen Fahrbahn und Nebenanlage wechseln, bei Dunkelheit ohne Licht unterwegs sind und sich womöglich für grundsätzlich bevorrechtigt und obendrein unverletzlich halten.

Besondere Schwerpunkte bilden in diesem Zusammenhang von Radlern und Kraftfahrzeugen gleichermaßen vielbefahrene Straßen im innerörtlichen Bereich. Beispiel Oldenburger Straße, insbesondere der Abschnitt zwischen Büppeler Weg und Teichgartenstraße. So berichtete die Polizei Varel kürzlich, dass in letzter Zeit vermehrt Bürgerbeschwerden eingegangen seien in Zusammenhang mit Verkehrssituationen zwischen Autofahrern und Radfahrern in diesem Bereich.
Dass Fahrradfahrer die Fahrbahn benutzen, insbesondere auf der Oldenburger Straße, führe offensichtlich bei einigen Kraftfahrern häufig zu Unverständnis, so Rainer Schönborn, Leiter des Vareler Polizeikommissariats. Dabei sei das zulässig und von Autofahrern zu dulden: „Die dort berechtigt fahrenden Radfahrer werden mitunter bedrängt oder auch genötigt. Bei Überholvorgängen werden die Mindestabstände nicht eingehalten, obwohl die Gesetzgebung den Mindestabstand innerhalb geschlossener Ortschaften auf 1,5 Meter und außerhalb geschlossener Ortschaften sogar auf zwei Meter festgelegt hat“, heißt es in der Polizeimeldung. Das heißt konkret: Autofahrer müssen beim Überholen von Radfahrern die volle Fahrbahnbreite nutzen und ganz auf die Gegenspur wechseln. Ist der Raum dafür nicht gegeben, müssen sie hinter dem Radfahrer warten.

Die Polizei Varel nimmt die vorgetragenen Beschwerden nun zum Anlass, noch einmal ihrerseits Aufklärungsarbeit zu leisten: „Die Fahrbahn, also die Straße, darf grundsätzlich mit einem Fahrrad befahren werden, da das Fahrrad ein Fahrzeug gemäß § 2 StVO ist“, erklärt Eugen Schnettler, Präventionsbeauftragter des Kommissariats.
Wenn benutzungspflichtige Radwege (Verkehrszeichen 237 „Radweg“) vorhanden sind, müssen Radfahrer diese benutzen. Die Benutzungspflicht gilt jeweils für die Fahrtrichtung, die mit dem blauen Schild gekennzeichnet ist. Solche benutzungspflichtigen Radwege gibt es aber nur noch sehr wenige, da viele Wege, die früher als Radweg gekennzeichnet waren, nicht mehr die gesetzlichen Anforderungen an einen „echten“ Radweg erfüllen. Deshalb wurden viele dieser Nebenanlagen inzwischen abgestuft zu Gehwegen, auf denen das Radfahren zwar oft weiter erlaubt, aber nicht mehr vorgeschrieben ist.
Und eben weil die Radwegbenutzungspflicht in Varel wie auch in Bockhorn und Zetel überwiegend aufgehoben wurde, müssen die Fahrradfahrer die Fahrbahnen benutzen.

Auf Gehwegen mit dem Zusatzschild „Radfahrer frei“ (siehe Foto oben) ist das Radfahren erlaubt, aber nicht vorgeschrieben. Als Fahrradfahrer hat man hier also die Wahl, die Fahrbahn zu benutzen, aber auch immer in Fahrtrichtung. Kinder bis zum achten Lebensjahr hingegen müssen, Kinder bis zum vollendeten 10. Lebensjahr können mit dem Rad den Gehweg benutzen – das gilt dann auch für erwachsene Begleiter. „Mit diesen Hinweisen erhoffen wir uns mehr Verständnis und einen besseren Umgang unter den Verkehrsteilnehmern“, so Eugen Schnettler abschließend.
Gelesen 481 mal Letzte Änderung am Freitag, 30 Oktober 2020 11:13

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