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Freitag, 15 Januar 2021 12:36

Braker Kämmerer will in Varel Bürgermeister werden

geschrieben von Michael Tietz
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Der Vareler CDU-Vorstand steht – hier buchstäblich – hinter ihm: Torsten Tschigor (vorn links) stellte sich am Mittwoch als Kandidat für die Bürgermeisterwahl am 12. September vor. Der CDU-Ortsverbandsvorsitzende Hergen Eilers (rechts) ist froh, einen Bewerber mit großer Expertise in der Kommunalverwaltung gewonnen zu haben. Der Vareler CDU-Vorstand steht – hier buchstäblich – hinter ihm: Torsten Tschigor (vorn links) stellte sich am Mittwoch als Kandidat für die Bürgermeisterwahl am 12. September vor. Der CDU-Ortsverbandsvorsitzende Hergen Eilers (rechts) ist froh, einen Bewerber mit großer Expertise in der Kommunalverwaltung gewonnen zu haben. Foto: Michael Tietz
CDU stellt Kandidaten für Bürgermeisterwahl vor – Torsten Tschigor tritt als Parteiloser an

VAREL.
Die Vareler CDU hat jetzt ihren Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 12. September vorgestellt: Der Oldenburger Torsten Tschigor wird mit Unterstützung der Christdemokraten zur Wahl antreten, am Mittwoch stellte er sich bei einem Pressegespräch erstmals öffentlich vor.
Dabei zeigte er sich hoch motiviert: „Ich bin froh, dass die Nachricht zu meiner Kandidatur nun in der Welt ist und wir loslegen können“, sagte Torsten Tschigor voller Vorfreude auf den Wahlkampf, wenngleich der in den kommenden Monaten unter erschwerten Bedingungen stattfinden muss – Diskussionsrunden mit Publikum, Infostände auf dem Wochenmarkt oder Hausbesuche werden pandemiebedingt bis auf weiteres kaum möglich sein.

Schon im vergangenen Sommer habe es die ersten informellen Gespräche mit Mitgliedern des Vareler CDU-Vorstandes gegeben, „und das waren von Beginn an sehr gute Gespräche“, wie der Stadtverbandsvorsitzende Hergen Eilers betonte. „Wir hatten uns zuvor umgehört“, sagte Eilers, so sei man schließlich in Oldenburg auf Torsten Tschigor aufmerksam geworden. Der ist indes gar kein CDU-Mitglied, sondern tritt ausdrücklich als parteiloser Bewerber an.
Die Entscheidung für die Kandidatur sei in den vergangenen Monaten gereift, gemeinsam mit seiner Frau habe er gründlich abgewogen, „denn die Kandidatur ist in jeder Hinsicht eine besondere Herausforderung.“
Der 50-jährige Verwaltungsfachmann ist in Oldenburg geboren und lebt heute im Stadtteil Bürgerfelde. Im Falle seiner Wahl werde er seinen Lebensmittelpunkt aber nach Varel verlegen, betonte Tschigor.

Lange Verwaltungserfahrung
Auf Abitur und Wehrdienst folgte die Ausbildung für den gehobenen Verwaltungsdienst bei der Stadt Oldenburg, die Torsten Tschigor als Diplom-Verwaltungswirt (FH) abschloss. Er war danach im Personalbereich, im Klinikum Oldenburg und im städtischen Controlling tätig. Im Februar 2011 ist er zur Stadt Brake gewechselt, wo er den Posten als Kämmerer und Fachbereichsleiter Wirtschaft und Finanzen übernahm. Seit 2015 ist er auch Allgemeiner Vertreter des Braker Bürgermeisters. Im Vergleich zur Großstadt sei man in den Mittelzentren wie Brake und auch Varel dichter dran an den Menschen und enger mit den Ergebnissen der eigenen Arbeit verbunden, erklärte Tschigor.

Varel kenne er bereits, sowohl durch berufliche Kontakte nach Friesland, aber auch durch private Besuche in der Stadt und – natürlich – in Dangast. Varel, von der Einwohnerzahl deutlich größer als Brake, habe Potenzial in vielerlei Hinsicht, in der Wesermarsch werde Frieslands größte Stadt durchaus als „starke Kommune“ wahrgenommen.
Auf die Frage nach Schwerpunktthemen nennt Torsten Tschigor zuerst Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung. Erstere verantwortet er gegenwärtig auch in Brake, Wirtschaftsförderung werde bei ihm „Chefsache im Rathaus“, ist auf Tschigors Webseite zu lesen. Aber auch Klimaschutz und Nachhaltigkeit seien ihm wichtig, beide Aspekte müssten sich „wie ein roter Faden durch alle städtischen Projekte ziehen“.
Freilich gelte es weitere konkrete Themen noch zu erarbeiten, über einige anstehende Projekte in Varel sei er schon informiert worden – Hergen Eilers wies dazu etwa auf die Frage nach der Zukunft des Tivoli hin, vor dem die Kandidatenvorstellung am Mittwoch auch stattfand.
„Ich traue mir die Aufgabe zu“, fasste Torsten Tschigor selbstbewusst zusammen, „und die Lust an der Sache ist immer weiter gestiegen“. Er hofft zudem auf Unterstützung noch anderer Parteien oder Gruppen, da werde er in Kürze Gespräche suchen, verriet der Kandidat. Wer konkrete Fragen habe oder einfach mehr über seine Person wissen möchte, könne ihn gern anrufen oder auf Online-Kanälen Kontakt aufnehmen, betonte Tschigor, der auch schon eine eigene Wahlkampf-Webseite erstellt hat. Doch schließlich komme es auf persönliche Begegnungen an: „Im Sommer wollen wir in Varel viel unterwegs sein.“

Eigener Kandidat ist „Anspruch der CDU“
Hergen Eilers unterstrich noch einmal den Anspruch der CDU, mit einem eigenen Kandidaten zur Bürgermeisterwahl anzutreten. Dass man vor sieben Jahren darauf verzichtet habe, sei nicht nur parteiintern durchaus kritisiert worden. „Das waren aber besondere Umstände“, so Eilers, „mit der Entwicklung in Dangast stand ein großes Projekt auf der Agenda. Da war es nach unserer Auffassung nicht angezeigt, das Spitzenpersonal austauschen zu wollen.“ Der jetzige Entschluss sei „kein Bruch mit der Vergangenheit“, die CDU habe in den vergangenen elf Jahren mit wechselnden Mehrheiten die positive Entwicklung Varels mit bewirken können. „Aus Sicht des Vorstands und der Fraktion sei nun aber die Zeit gekommen, offen zu sein für neue Mehrheiten mit neuen Gesichtern im Rat und schließlich auch für eine neue Verwaltungsspitze, die der Stadt neue Impulse und frischen Wind verleihen wird“, so der CDU-Vorsitzende. Dass der Bewerber von außerhalb komme, könne durchaus ein Vorteil sein, sagte Eilers abschließend: „Andere Betrachtungswinkel ermöglichen manchmal neue Lösungsansätze.“
Dr. Susanne Engstler als stellvertretende Fraktionsvorsitzende erklärte: „Wir sind von der Eignung Torsten Tschigors fachlich wie persönlich sehr überzeugt und freuen uns, dass wir den Vareler Bürgern somit eine echte Alternative zu den anderen Kandidaten bieten können.“ Der stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende Lars Kühne ergänzte, dass Torsten Tschigor zwar als CDU-Kandidat mit gemeinsamem Programm präsentiert werde, der aber als parteiloser Kandidat alle Möglichkeiten habe, auch bei anderen Parteien für sich und seine persönlichen Positionen zu werben.

Nach Amtsinhaber Gerd-Christian Wagner (SPD) und dem parteilosen Einzelbewerber Alexander Westerman geht mit Torsten Tschigor nun ein dritter Kandidat ins Rennen um das Bürgermeisteramt ab November 2021.
Gelesen 1187 mal Letzte Änderung am Freitag, 15 Januar 2021 12:41

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