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Montag, 10 Mai 2021 11:21

Gesamte Winter-Kollektion geht an die Diakonie

geschrieben von Michael Tietz
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Kartonweise nagelneue Markenbekleidung spendete Wiebke Schnittger (re.) vom gleichnamigen Vareler Modehaus jetzt an die Diakonie. Hilke Schwarting-Boer, Geschäftsführerin der Kreisdiakonie, sowie Verwaltungsleiter Matthias Böcker und das Team vom Möbeldienst in Varel halfen beim Auspacken und Sichten der Kleidungsstücke, die demnächst im sozialen Kaufhaus Schortens angeboten werden sollen.  Kartonweise nagelneue Markenbekleidung spendete Wiebke Schnittger (re.) vom gleichnamigen Vareler Modehaus jetzt an die Diakonie. Hilke Schwarting-Boer, Geschäftsführerin der Kreisdiakonie, sowie Verwaltungsleiter Matthias Böcker und das Team vom Möbeldienst in Varel halfen beim Auspacken und Sichten der Kleidungsstücke, die demnächst im sozialen Kaufhaus Schortens angeboten werden sollen. Foto: Michael Tietz
Modehaus Schnittger spendet Ware im Einkaufswert von 65.000 Euro

Varel.
Vor der Vernichtung bewahrt wurden jetzt rund 2.200 nagelneue und hochwertige Kleidungsstücke aus der Winterkollektion 2020/21, die eigentlich für den Verkauf im Modehaus Schnittger vorgesehen waren. Weil die Saison vorbei ist und nunmehr Platz für die Sommerkollektion benötigt wird, hatte Wiebke Schnittger sich entschieden, den Bestand im Wert von insgesamt rund 65.000 Euro an das Diakonische Werk Friesland-Wilhelmshaven zu spenden.
Die Pandemie und der damit einhergehende Lockdown ab Herbst erwischte auch das Vareler Traditionshaus mit voller Wucht: „Die Ware war ja bestellt und schon geliefert“, berichtete Wiebke Schnittger, eine Kollektion werde etwa neun Monate im Voraus ausgewählt. So waren die Lager gut gefüllt, als dann Anfang Dezember wieder zugemacht werden musste, und das gleich für drei Monate. Da blieben viele Jacken und Pullover, die sonst vielleicht unter dem Weihnachtsbaum gelegen hätten, im Laden hängen.

Was also tun, fragten sich Wiebke Schnittger und ihr Team. Wieder einlagern und im nächsten Herbst verkaufen war keine Option – zu schnelllebig ist die Branche, und selbst zeitlose Stücke lassen sich ein Jahr später kaum mehr zum Einkaufspreis verkaufen, nicht zuletzt wegen des Preisdrucks durch den Onlinehandel. „Die Ware musste raus“, fasste Wiebke Schnittger während des Ortstermins beim Möbeldienst der Diakonie zusammen. „Und da haben wir uns für diesen Weg entschieden. So dienen die Sachen noch einem guten Zweck und können noch verkauft und getragen werden.“ Denn die Alternative wäre eben das Schreddern der Textilien gewesen – wie es in der Branche durchaus üblich ist. So werden bekanntlich Retouren der Internethändler im großen Stil vernichet, weil sich das Sichten, Neuverpacken und wiederholte Versenden oft schlicht nicht rechnet.

Verkauf in Schortens
Den Einkaufswert der Ware von rund 65.000 Euro hat das Modehaus Schnittger im Rahmen der Corona-Überbrückungshilfe erstattet bekommen. Und die Kleidung zu spenden, ist dabei ausdrücklich erlaubt und wird sogar honoriert: „Wir haben die Summe zu 100 Prozent wiederbekommen. Bei Vernichtung wären es 90 Prozent gewesen“, berichtet die Geschäftsinhaberin. Davon mal abgesehen, kam für die Kauffrau die Vernichtung von neuwertiger Ware auch aus emotionalen Gründen nicht in Frage. „Das kann man nicht machen“, sagte Wiebke Schnittger, nicht zuletzt sei die Kollektion ja mit Herzblut ausgewählt worden, „das ist unser Leben“.
Hilke Schwarting-Boer, Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes Friesland/Wilhelmshaven, zeigte sich im Namen des gesamten Teams erfreut und dankbar für die üppige Spende: „Das ist schon eine Herausforderung, wir müssen nun kreativ werden, um die Kleidung wieder zu vermarkten.“ Die Jacken, Parkas und Pullover sollen demnach in erster Linie im Sozialen Kaufhaus der Diakonie in Schortens angeboten werden. Dort können die Artikel für wenig Geld erworben werden, von jedermann, wie Schwarting-Boer betont. „Mit dieser Spende können wir bedürftigen Menschen neue Markenware anbieten, die sie sich sonst kaum leisten könnten.“ Ausdrücklich soll der Verkauf nicht in Varel stattfinden: „Wir wollen ja, dass Ihre Kunden möglichst schnell wieder zu Ihnen in den Laden kommen“, sagte die Hilke Schwarting-Boer an die Adresse der Spenderin. Der Erlös, den die Diakonie mit dem Verkauf der Kleidung erzielt, soll in den Aufbau neuer Projekte fließen. Zudem soll der Möbeldienst mit Standorten in Varel, Schortens und Wilhelmshaven besser ausgestattet werden.

Seit Anfang März ist das Modehaus Schnittger nun wieder geöffnet, Kunden können durch „Click and Meet“ mit Anmeldung ganz normal einkaufen. Und das wird auch gut angenommen, berichtet die Inhaberin, zuletzt habe sich der Umsatz bei etwa 50 bis 70 Prozent im Vergleich zu „normalen Zeiten“ eingependelt. Einschränkungen hinsichtlich der maximalen Kundenzahl im Geschäft gibt es im Grunde nicht. Auf der großen Verkaufsfläche wird das Limit praktisch nie erreicht, berichtet Wiebke Schnittger, so sind auch Spontantermine durchaus möglich.
Gelesen 381 mal Letzte Änderung am Freitag, 14 Mai 2021 11:24

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