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Freitag, 14 Mai 2021 12:14

Landkreis bekommt 25 Ideen für die neue Schule

geschrieben von Michael Tietz
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da liegen die insgesamt 25 gezogenen Nummernchips auf dem Tisch: Sie stehen für die ausgelosten Architekturbüros, die nun Entwürfe für den Neubau der Heinz-Neukäter-Schule in Varel einreichen können. Gespannt auf die Ergebnisse sind die Erste Kreisrätin Silke Vogelbusch, Ingenieur Thomas Geppert vom begleitenden Planungsbüro Drees und Huesmann sowie Holger Behnken, Andreas von Twistern, Dr. San­dra Heidenreich und Leon Ullrich von der Heinz-Neukäter-Schule und Landrat Sven Am­brosy (oben, v. links). da liegen die insgesamt 25 gezogenen Nummernchips auf dem Tisch: Sie stehen für die ausgelosten Architekturbüros, die nun Entwürfe für den Neubau der Heinz-Neukäter-Schule in Varel einreichen können. Gespannt auf die Ergebnisse sind die Erste Kreisrätin Silke Vogelbusch, Ingenieur Thomas Geppert vom begleitenden Planungsbüro Drees und Huesmann sowie Holger Behnken, Andreas von Twistern, Dr. San­dra Heidenreich und Leon Ullrich von der Heinz-Neukäter-Schule und Landrat Sven Am­brosy (oben, v. links). Foto: Michael Tietz
Planungswettbewerb für Neubau der Heinz-Neukäter-Schule: Aus 190 Bewerbungen 19 Teilnehmer ausgelost

Varel.
Auf kreative Entwürfe für den Neubau der Heinz-Neukäter-Schule in Varel freut man sich nun beim Landkreis Friesland, bei der Stadt Varel und natürlich in der Schule selbst: Der Landkreis als Schulträger und Bauherr hat für das Vorhaben einen Architektenwettbewerb ausgeschrieben, der vom Planungsbüro Drees & Huesmann aus Bielefeld begleitet wird.
Am Dienstag wurden nun im Kreisdienstleistungszentrum die Teilnehmer für den Wettbewerb ausgelost – insgesamt hatten 190 Architekturbüros aus ganz Europa ihr Interesse bekundet, 19 Plätze (plus fünf etwaige Nachrücker) waren aber nur zu vergeben. Insgesamt besteht das Feld aus 25 Teilnehmern, sechs Büros aus der Region waren aber bereits vom Landkreis als „gesetzt“ nominiert worden.

Der Planungswettbewerb ist eine Lösung für die zwingend erforderliche EU-weite Ausschreibung des Bauprojekts, mit einem entscheidenden Vorteil für den Auftraggeber, wie Ingenieur Thomas Geppert erläuterte: „Man bekommt 25 verschiedene Entwürfe für einmal Honorar.“ Die teilnehmenden Büros hingegen gehen das Risiko ein, die Arbeit am Entwurf für die Förderschule pro Bono erbracht zu haben: Honorar bekommt am Ende nur, wer den Zuschlag erhält.

Die 190 Bewerber kämen aus ganz Deutschland, aber auch aus Österreich, Italien und aus Spanien, wie Geppert berichtete, die Zahl der Interessenten könne sich dabei sehr wohl sehen lassen. Das Investitionsvolumen von rund 16,2 Millionen Euro scheint also verlockend.
Die Ziehung der Teilnehmer aus einer mit nummerierten Chips gefüllten Lostrommel übernahmen am Dienstag Andreas von Twistern und Leon Ullrich, Schülervertreter der Heinz-Neukäter-Schule, die derzeit noch an der Oldenburger Straße in Varel beheimatet ist (früher Pestalozzischule). Das Gebäude ist jedoch nicht zukunftsfähig, weshalb sich der Kreistag am Ende für einen Neubau entschieden habe, wie Landrat Sven Ambrosy erläuterte: „Eine Sanierung des bestehenden Gebäudes hätte keinen Wert gehabt, und die Standortsuche für einen Neubau war schnell beendet.“ Bekanntlich soll der Neubau an der Süd­ender Leke direkt angrenzend an den Busbahnhof Oberschule Arngaster Straße errichtet werden. „Dort bekommen wir dann einen richtig schönen Schulcampus“, schwärmte der Landrat, der zudem betonte, dass das Vorhaben bereits über die Haushalte der kommenden Jahre finanziert sei.

Foto: Ünal Alpaslan (li.) vom Gebäudemanagement des Landkreises hatte die Trommel gedreht, während Andreas von Twistern (im Bild) und Leon Ullrich als Schülervertreter der Neukäter-Schule abwechselnd die Nummern zogen.

„Schule hat es verdient“
„Wir nehmen da viel Geld in die Hand, aber die Schule hat es verdient, wartet man dort doch bereits lange sehnlich auf ein zeitgemäßes Gebäude.“ Die Heinz-Neukäter-Schule war im Jahr 2015 eilig nach Varel umgezogen, nachdem am früheren Standort in Roffhausen eine Schimmelbelastung festgestellt worden war.
Sven Ambrosy bezeichnete die Auslosung am Dienstag als „einen der wichtigsten Schritte“ im Planungsverfahren. „Die neue Schule soll ein schöner, moderner Lebens- und Lernort werden“, so der Landrat. Er betonte, dass die Wünsche und Vorstellungen der Schulleitung bereits in das Raumkonzept eingeflossen seien, das auch Grundlage für den Planungswettbewerb ist. Tatsächlich handelt es sich inhaltlich um zwei Projektbestandteile – neben dem Bau der eigentlichen Schule mit rund 4.000 Quadratmetern Nutzfläche geht es auch um die Errichtung einer neuen Einfeldsporthalle sowie die Neukonzeption einer direkt angrenzenden Außensportanlage.

Büro aus Madrid im Feld
Auch Dr. Sandra Heidenreich, Leiterin der Heinz-Neukäter-Schule, zeigte sich erfreut und gespannt auf die Ergebnisse: „was lange währt, wird sicher gut“, so die Schulleiterin, die sich beim Landkreis und den beteiligten Gremien für die Bereitschaft bedankte, das Vorhaben in dieser Form anzugehen.
Nach Abschluss der Auslosung ergab sich am Dienstag ein buntes Teilnehmerfeld: Neben Büros aus Hamburg, München, Nordrhein-Westfalen und Bremen bekommt auch ein Architekt aus Madrid die Zusage. Nach Verlesung bemühten einige Anwesende sogleich die Google-Suche auf dem Smartphone um zu erkunden, ob sich die genannten Büros mit gewagten Entwürfen für öffentliche Bauten vielleicht schon einen Namen gemacht haben.

So geht’s nun weiter
Noch am Tag der Auslosung sind nach Worten von Thomas Geppert die gezogenen Büros informiert und gebeten worden, ihre Teilnahme zu bestätigen. Für den Fall, dass dabei ein Unternehmen abspringt, wurden die fünf Nachrücker bestimmt. Ende Mai sollen dann die vollständigen Unterlagen verschickt werden, bis zum 7. Juni haben die Planer und Architektinnen Zeit für Rückfragen. Am 17. Juni soll ein Kolloquium stattfinden, bei dem sich die Teilnehmer vorstellen. Bis Anfang August müssen Planunterlagen und Modelle eingereicht werden, die Entscheidung soll dann am 9. September fallen, wenn das Preisgericht tagt. Das ist besetzt mit Fachleuten, aber auch mit Vertretern aus Politik und Verwaltung von Landkreis und Stadt. „Das kann ein langer Tag werden“, betonte Thomas Geppert, „aber am Abend soll feststehen, welches Büro den Zuschlag für die weitere Planung erhält.“

Für den 21. September ist die Eröffnung einer Ausstellung vorgesehen – dabei wird nicht nur der Gewinnerentwurf vorgestellt, sondern auch die der Nächstplatzierten, für die ferner Geldpreise vorgesehen sind. Erst danach wird mit der konkreten Ausgestaltung der Planung bis hin zur Ausführungsplanung begonnen. Wenn bis dahin alles am sprichwörtlichen Schnürchen läuft, könnte der erste Spatenstich im Frühjahr 2023 erfolgen.
Gelesen 614 mal Letzte Änderung am Freitag, 14 Mai 2021 12:41

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