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Samstag, 26 Juni 2021 07:44

Vareler Feuerwehren legen Vierjahresplan vor

geschrieben von Michael Tietz
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Ein erstes Hilfeleistungs-Löschfahrzeug (HLF 20) ist vor zwei Jahren bei der Ortswehr Varel in Dienst gestellt worden. Es ist gegenüber den Löschgruppenfahrzeugen flexibler einsetzbar und auch auf Hilfseinsätze etwa nach Verkehrsunfällen zugeschnitten. Drei weitere Fahrzeuge dieses Typs sollen bis 2025 angeschafft werden, die Kosten liegen bei rund 400.000 Euro das Stück. Ein erstes Hilfeleistungs-Löschfahrzeug (HLF 20) ist vor zwei Jahren bei der Ortswehr Varel in Dienst gestellt worden. Es ist gegenüber den Löschgruppenfahrzeugen flexibler einsetzbar und auch auf Hilfseinsätze etwa nach Verkehrsunfällen zugeschnitten. Drei weitere Fahrzeuge dieses Typs sollen bis 2025 angeschafft werden, die Kosten liegen bei rund 400.000 Euro das Stück. Foto: Michael Tietz
Stadtbrandmeister stellt Konzept für Technische Entwicklung vor – Wasserversorgung zunehmend problematisch

Varel.
Mehr Schlagkraft, kürzere Reaktionszeiten, höhere Flexibilität, mehr Gesundheitsvorsorge für die Einsatzkräfte und nicht zuletzt mehr Sicherheit vor einem „Organisationsverschulden“: Stadtbrandmeister Volker Sermond präsentierte jetzt im Ratsausschuss für Feuerwehr- und Ordnungs­angelegenheiten ein Konzept für technische Veränderungen und Fahrzeugbeschaffungen in den kommenden fünf Jahren.
Dabei wies er auch auf die Gefahrenpotenziale im Stadtgebiet hin. Da sind einerseits Industriebetriebe wie die Papier- und Kartonfabrik oder Premium Aerotec, wo hohe Brandlasten und Sachwerte sowie besondere Gefahrstoffe zusammenkommen können. Andererseits gibt es stark frequentierte Verkehrsachsen und -knotenpunkte, eine Schienenstrecke und ein Stück Autobahn im Stadtgebiet. Zudem Einrichtungen, in denen es viele potenziell betroffene Personen gibt, wie Schulen, Altenheime oder das Krankenhaus.

Acht neue Fahrzeuge bis 2025
Nachdem zuletzt ein neues HLF und erst vor einem hal-ben Jahr eine neue Drehleiter in Dienst gestellt worden sind, soll im kommenden Jahr ein neuer Einsatzleitwagen für die Ortswehr Varel beschafft werden. Dabei handelt es sich im Grunde um einen Kleinbus, das jetzige Fahrzeug auf Basis eines VW LT ist dann knapp 20 Jahre alt. Rund 210.000 Euro sind dafür kalkuliert, ins Geld geht dabei nicht das Fahrzeug selbst, sondern dessen Ausstattung, wie Volker Sermond betonte: „Es handelt sich um eine fahrende Kommunikationszentrale, mit umfangreicher Funk- und IT-Ausrüstung.“ Die Anforderungen an die elektronische Vernetzung etwa mit der Einsatzleitstelle würden immer höher, auch hier gelte es technisch Schritt zu halten. Ebenfalls im kommenden Jahr soll ein neues Mehrzweckfahrzeug (80.000 Euro) als Ersatz für den vorhandenen Pritschenwagen her, der unter anderem zum Schlauchtransport dienen und mit einer Ladebordwand ausgestattet werden soll.
Für die Jahre 2023 und 2024 ist die Anschaffung je eines neuen Gerätewagens Logistik (GW-L) geplant, als Ersatz für den bisherigen Rüstwagen.
Zum Jahr 2025 sollen dann nach Möglichkeit gleich drei neue Hilfeleistungs-Löschfahrzeuge (HLF) als Ersatz für auszumusternde Tanklöschfahrzeuge (TLF) beschafft werden. Die kosten pro Stück rund 400.000 Euro, eine Investition von 1,2 Millionen Euro wäre also fällig. „Dennoch sollten wir es wagen, gleich drei Fahrzeuge anzuschaffen“, betonte Volker Sermond aus Sicht der Feuerwehr. Es sei aus einsatzstrategischen Gründen von Vorteil, wenn alle Ortswehren über vergleichbares Material verfügen würden.
Vor dem Hintergrund zunehmender Digitalisierung auch der Einsatzfahrzeuge appellierte Sermond, die Einsatzdauer der größeren Autos künftig auf 25 Jahre zu planen statt wie bislang auf mindestens 30 Jahre. „Es ist immer mehr Elektronik an Bord“, so der Stadtbrandmeister.
Zumal es nicht mehr selbstverständlich ist, dass die ehrenamtlichen Einsatzkräfte im Bedarfsfall alle zur Verfügung stehen. Weil (auch) Feuerwehrleute immer häufiger ihren Arbeitsplatz außerhalb des Wohnortes haben, wird zunehmend auch bei vermeintlich kleineren Einsätzen Stadtalarm gegeben: Dann werden alle drei Ortswehren alarmiert um sicherzustellen, dass ausreichend Einsatzkräfte verfügbar sind.

Eine weiter zunehmende Herausforderung ist auch die Löschwasserversorgung, inbesondere im Außenbereich. Mehr als drei Viertel des Stadtgebietes bestehen aus Grünland, Forst- oder Ackerflächen. Und hier schlägt der Klimawandel sich gleich doppelt nieder: Einerseits steigt durch zunehmende Trockenheit das Risiko von Vegetationsbränden, zugleich verlanden einst angelegte Löschwasserteiche. Ohnehin seien diese sehr pflege­intensiv. „Es müssen daher im Schnitt längere Schlauchleitungen gelegt werden“, betonte Sermond. Auch dieser Tatsache begegne man mit dem vorgelegten Fahrzeugkonzept: Die HLFs verfügen zumindest über einen kleinen Löschwassertank für einen Erstangriff, im Gerätewagen kann zusätzlicher Schlauch mitgeführt werden. „Das können im Einsatzfall kostbare fünf oder zehn Minuten sein, in denen parallel gelöscht und Leitung gelegt werden kann“, so der Stadtbrandmeister. Um die Wasserversorgung sicherzustellen, müssten zukünftig wieder vermehrt Löschwasserbrunnen angelegt werden, so das Fazit.
Insgesamt steige der Bedarf an Löschwassertransport um ein Drittel von 12.000 auf 16.000 Liter, die Förderstrecke (Schlauchleitung) um mehr als das Doppelte von 1800 auf 4.000 Meter.

Ansprüche an die Hygiene steigen
Apropos Wasser: Immer wichtiger werde die Hygiene im und nach einem Einsatz: Nicht neu ist die Erkenntnis, dass Ruß und Rauchgas krebserregende Stoffe enthalten, so wird auch von den Kassen und Verbänden vermehrt Wert auf die sogenannte Schwarz-Weiß-Trennung zwischen sauberer und einsatz-verdreckter Kleidung und Ausrüstung gelegt. In der Folge muss die Einsatzkleidung häufiger gereinigt werden, was den Aufwand erhöht und zugleich die Lebensdauer der Spezialtextilien verkürzt – höhere Kosten bei der Wiederbeschaffung sind die Folge.
(25. Juni 2021)
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