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Donnerstag, 03 Februar 2022 14:35

Gewerkschaft hat das letzte Wort

geschrieben von Michael Tietz
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Die Region braucht das Werk Varel: Bei Warnstreiks im Herbst war diese Botschaft lautstark artikuliert worden, die Belegschaft von Premium Aerotec hatte stets große Solidarität von der Politik erfahren. Nun gibt es eine Einigung zwischen Mutterkonzern Airbus und der Arbeitnehmervertretung: Ein Verkauf des Vareler Standorts erfolgt nicht gegen das Votum der IG Metall.      Die Region braucht das Werk Varel: Bei Warnstreiks im Herbst war diese Botschaft lautstark artikuliert worden, die Belegschaft von Premium Aerotec hatte stets große Solidarität von der Politik erfahren. Nun gibt es eine Einigung zwischen Mutterkonzern Airbus und der Arbeitnehmervertretung: Ein Verkauf des Vareler Standorts erfolgt nicht gegen das Votum der IG Metall. Bild: Michael Tietz
Einigung mit Airbus zur Zukunft der Aerotec-Standorte: Verkauf wird geprüft

Varel.
Bei den Beschäftigten von Premium Aerotec in Varel war am Dienstag von Aufatmen die Rede, von einem Meilenstein, von einem Etappensieg: Nach langer Verhandlung haben sich die Airbus-Führung und die Gewerkschaft IG Metall zu Wochenbeginn über einen Kurs zur langfristigen Sicherung der Standorte und der Beschäftigung verständigt. Am Dienstagmorgen sei das Ergebnis in Hamburg unterzeichnet worden, teilte die IG Metall Küste mit. Ein wesentlicher Punkt der Einigung ist die Erklärung, bis Ende 2030 auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten und auch die Ausbildung und die Übernahme nach bisherigen Regeln unverändert fortzusetzen.
Ein Verkauf des Werkes in Neuenwege ist nach dem nun Vereinbarten zwar grundsätzlich eine Option – aber nur, wenn die Arbeitnehmervertretung dem am Ende zustimmt. Eine Abspaltung gegen die Position der IG Metall wurde ausgeschlossen.

Unternehmen aus NRW hat Interesse bekundet
Von einem guten und ausgewogenen Ergebnis sprach Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste und Verhandlungsführer. „Wir sichern die bestehenden Arbeitspakete, Beschäftigung und Standorte und bringen sie gemeinsam in die Zukunft.“ Für die Werke Augsburg und Varel werden nun bis zum 31. März gemeinsame Gespräche mit einem interessierten Investor geführt: Das Unternehmen Mubea (Muhr und Bender KG) mit Sitz im Sauerland ist ein Automobil- und Luftfahrtzulieferer mit rund 14.000 Mitarbeitern. Mit dem Erwerb der Teilefertigung von Aerotec (Varel und Augsburg) möchte das Unternehmen nach eigenen Angaben „seinen Kurs als nachhaltig wachsender Luftfahrt-Zulieferer fortsetzen“. Laut IG Metall sei dabei nun zu prüfen, ob ein Verkauf der Werke für die Zukunft nachhaltiger wäre. Eine Entscheidung fällen Airbus und IG Metall gemeinsam. „Ohne Zustimmung der IG Metall wird es keinen Verkauf von Augsburg oder Varel geben.“ Dies sei wichtig für einen offenen und positiven Prozess. Friedrich dankt den Beschäftigten: „Nur mit dem Druck aus der Belegschaft war dieses Ergebnis möglich.“ Sollte die Prüfung der Verkaufsoption ein ablehnendes Ergebnis bringen, so sollen die beiden Standorte Augsburg und Varel bei Airbus verbleiben, und bis spätestens 2025 ebenfalls in die neue Airbus-Tochter ASA überführt werden, zu der künftig auch das Premium-Aerotec-Werk in Nordenham gehören wird. Erleichtert angesichts der Einigung äußerten sich am Dienstag auch Politiker in der Region. Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner verwies auf harte Verhandlungen, die „mit herausragendem Einsatz“ von Gewerkschaft und Betriebsräten sowie mit Unterstützung der Allianz des Nordens geführt worden seien. Fest stehe, dass Varel ein attraktiver Standort für den Flugzeugbau bleibe. Die Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller sagte, es sei nun zu hoffen, dass sich Airbus auch bei der Frage der Investitionen bewege. „Insgesamt sind Investitionen in Höhe von 1,2 Milliarden Euro geplant. Hierbei müssen auch alle Standorte in Deutschland entsprechend bedacht und in die zukünftige Ausrichtung des Konzerns eingebunden werden“, forderte Möller.
Gelesen 810 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 03 Februar 2022 14:39

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