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Freitag, 15 Juni 2018 09:28

Mit dem Rad neue Netzwerke aufbauen

enera-Roadtrip: Frank Glanert und Kim-Christopher Granz waren eine Woche in Ostfriesland unterwegs

Varel.
In Varel war mit der ersten Etappe der Startschuss gefallen, in Varel ging die Tour zu Ende: Erschöpft und mit leichtem Zwicken in den Waden sind Frank Glanert und Kim-Christopher Granz am vergangenen Montag von ihrem zweiten enera-Roadtrip durch Ostfriesland zurückgekehrt.
Nach der Premiere im vergangenen Jahr legten die beiden nun noch eine Schippe drauf: Rund 430 Kilometer brachten sie in acht Tagen hinter sich, von Dangast am Jadebusen ging es über Hooksiel, Neuharlingersiel, Aurich und Norden nach Greetsiel, Emden und wieder zurück. „Wir haben viel entdecken können, eine schöne Landschaft natürlich, aber auch nette, aufgeschlossene Menschen getroffen“, berichteten Glanert und Granz nach ihrer Rückkehr. Fast 400 Gespräche haben sie geführt, vom kurzen Schnack am Gartenzaun bis hin zu ausführlichen Diskussionen – über die Tour, über die elektrisch unterstützten Lastenfahrräder, mit denen das Duo unterwegs war, aber auch über die Zukunft der Energieversorgung und die Herausforderungen der Energiewende.
Denn das war erneut Zweck und Ziel der Rundreise über die ostfriesische Halbinsel: Menschen für Vernetzung zu begeistern und die Vision von einer neuen, dezentralen Energieversorgung zu bewerben. Das Förderprojekt „enera“ stellt eines der größten Demonstrationsvorhaben der Energiewende dar und setzt von Anfang an auf die Einbindung von Bevölkerung und Unternehmen. Mit der E-Biketour durch die Modellregion Ostfriesland soll Aufmerksamkeit erregt werden. So haben die radelnden enera-Botschafter ihre Rundfahrt ausführlich in den sozialen Netzwerken dokumentiert, bei Twitter, Instagram und Facebook konnte man teils live dabei sein und verfolgen, wo die Zwei gerade genau stecken.

Die erste Nacht während der Tour verbrachten die enera-Botschafter im Schlafstrandkorb in Dangast.

Seit Beginn des Jahres 2017 läuft das Projekt enera, das aus Sicht des mehr als 30 Unternehmen und Institutionen umfassenden Konsortiums den ­„nächsten großen Schritt der Energiewende“ darstellt. Ziel des vom Bundeswirtschaftsministerium über vier Jahre geförderten Projektes ist die konkrete Einbindung von Menschen, Unternehmen und Institutionen der Ostfriesischen Halbinsel. Denn als Modellregion wurden die drei Landkreise Friesland, Wittmund und Aurich ausgewählt. „Und hier wollen wir zeigen, dass die Energiewende gelingen kann, wenn alle daran beteiligt sind“, erläutert Frank Glanert, Projektingenieur beim Konsortialführer EWE.
„Wir haben eine gute Geschichte zu erzählen und unsere Rechnung ist voll aufgegangen“, berichtet er von der jüngsten Tour, „die Menschen springen darauf an, wenn sie sehen, dass es um ihre Heimat geht.“ Es sei wichtig zu vermitteln, dass die Energiewende kein Thema für Industriekonzerne und IT-Nerds ist, sondern jeden zuhause betrifft. „Es geht darum, Haushalte und Verbraucher an ein digitales, intelligentes Netz anzubinden. Und die ersten machen schon mit.“

Eine wichtige Botschaft und ein ganz ernsthaftes Thema haben Frank Glanert und Kim-Christopher Granz also im Gepäck – und trotzdem soll die ganze Sache auch Spaß machen. Das Wetter hat in diesem Jahr – anders als im vergangenen Sommer – hervorragend mitgespielt, „an den ersten Tagen war es schon fast zu heiß“, berichten die beiden. Es gab auch einen platten Reifen zu flicken und Herausforderungen beim Zeltaufbau zu meistern. Pressegespräche und Vorträge standen auf dem Terminplan, „am schönsten waren aber immer die Zufallsbegegnungen. Wir haben zum Beispiel unsere Fähigkeiten im Boßelsport testen können, und auch bei einer Silberhochzeit waren wir ganz zufällig dabei.“ Ob es im nächsten Jahr wieder einen enera-Roadtrip geben wird, ist noch offen. „Das macht uns viel Spaß, keine Frage. Aber vielleicht ist dann auch Zeit für eine neue Idee“, so die enera-Botschafter. Die beiden E-Lastenräder gehen nun übrigens wieder in den Verleih. So wie ein drittes, nagelneues „Packster“, das seit Start der Tour in Varel zur Ausleihe bereit steht. enera hat die praktischen Räder für den Verein „Dein Deichrad“ zur Verfügung gestellt. Komfortabel lassen sich damit der Einkauf, Gepäck oder auch kleine Kinder sicher transportieren.
Die Info-Kampagne rund ums Netzwerk enera geht übrigens im September bei einem Barcamp weiter: In Dangast darf am 21. und 22. September wieder debattiert, informiert und gegrübelt werden – Themen für die sogenannten Sessions darf wieder jeder Teilnehmer selbst mitbringen. Auch das Barcamp war im letzten Jahr erstmals auf die Beine gestellt worden.

Mehr Infos gibt es unter:
> energie-vernetzen.de
> dein-deichrad.de
> barcampdangast.de

Publiziert in Varel & Dangast

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