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Mittwoch, 17 Juli 2019 09:27

„Ich mache das frei aus dem Herzen“

Varel. „Wenn man es will, kann man viel verändern – und am meisten für sich selbst.“
Jan Kleen aus Wilhelmshaven ist ein junger Mann, der genau das getan hat: Er ist 25 Jahre jung, kam zehn Wochen zu früh auf diese Welt und ist in einigen Dingen, die für das Leben wohl wichtig zu sein scheinen, eingeschränkt. Heute engagiert er sich in verschiedenster Weise – ehrenamtlich versteht sich.

Gefahren durch Müll

Am vergangenen Wochenende war er in Varel unterwegs, um Müll aufzusammeln. Das macht er schon seit einiger Zeit in Wilhelmshaven und der Umgebung: „Eines Tages habe ich im Stadtpark eine Katze gefunden, die sich an einer herumliegenden Flasche verletzt hatte. Das hat mich sehr betroffen gemacht. Da beschloss ich, dass ich etwas für die Umwelt tun wollte und ganz besonders für die Tiere. So viele Tiere sterben, weil sie Müll gefressen haben, der achtlos weggeworfen wurde.“ Dazu gehören, wie er erklärte, zum Beispiel Plastikreste, Kronkorken, Scherben oder Zigarettenkippen. „Ich bekomme dafür kein Geld und mache das frei aus dem Herzen.“
Er sei auch deswegen nach Varel gekommen um seine Aktion bekannter zu machen: „Wenn mir das damit gelingt, wäre es schon ein toller Erfolg.“ Er, sein Bruder Stefan und sein Freund René Hallasch reisten mit dem Zug an. Bis zum Treffpunkt auf dem Schloßplatz war schon einiges an Müll eingesammelt worden.
Hier trafen sie auf weitere Helfer, darunter Ratsmitglied Alexander Westerman, Celine Pollak, Rena Litke, Sören Schnau und Siegfried Peters-Taschenberger.
Gemeinsam machten sie sich anschließend auf den Weg, um in der Innenstadt weiteren Müll einzusammeln. Alle waren sich einig, dass jeder Mensch für sich ganz einfach etwas tun könne – zum Beispiel allein dadurch, dass er bei Spaziergängen immer einige Teile Müll mitnehmen und ordentlich entsorgen würde. Alexander Westerman: „Die Aktion war ein voller Erfolg. Wir können uns vorstellen diese regelmäßig zu wiederholen.“
Und Jan Kleen ergänzte: „Das ist ein Projekt, bei dem sich jeder Mensch anschließen kann – man kann etwas gemeinsam tun und dabei sogar noch neue Freunde gewinnen.“ Informationen gibt es auch auf der Facebookseite "Wir-kämpfen-für-eine-saubere-Umwelt". Im Rahmen des Projektes "Helden von nebenan" wird auch der NDR über das Engagement berichten: "Am 15. August, um 19:30 Uhr, stelle ich im Pumpwerk mein Projekt vor und erzähle wie ich überhaupt zu der Idee gekommen bin ehrenamtlich in Wilhelmshaven den Müll zu sammeln. Ich freue mich auf die Veranstaltung und darauf die anderen drei Projekte kennenzulernen die auch dabei sind." (ak)
Varel. Der Phallus ist eines der Wahrzeichen von Dangast – am vergangenen Samstag versank er im Plastikmüll. Glücklicherweise nur symbolisch und doch sehr eindrucksvoll:
Die Initiative „Deichfreunde“ aus Varel hat mit einer Fotoaktion auf die großen Probleme durch den Plastikmüll aufmerksam gemachen. Initiator Michael Berg: „Wir haben eine Woche lang gesammelt und wollen den Müll, den die Menschen machen, hier präsentieren.“ Innerhalb weniger Minuten war der Phallus mit einem Fischernetz überspannt und von den Helfern mit Müll – der anschließend fachgerecht entsorgt wurde – dekoriert. Mit dabei ein Team des NDR, das dann zur besten Sendezeit am Samstagabend über die Aktion berichtete.
In einem Resümee fasste Berg zusammen: „Die Aktion kann man als absolut gelungen bezeichnen. Die Bilder sprechen alle für sich.“ Eine der jüngsten Teilnehmerinnen fragte sogar, warum der Phallus nicht einfach so ‚dekoriert’ bleiben könne – quasi als Mahnung. Die Aktion regte zum Nachdenken an und man stellte sich unwillkürlich der Frage: „Wo kann ich Verpackungsmüll einsparen?
Besonders positiv empfand er die Atmosphäre beim gemeinsamen Tun, einige Familien hatten sich spontan angeschlossen und gerade die Jüngsten fanden starke Wort: „Ich finde es ziemlich schlimm, dass soviel Plastik im Meer landet. Das ist schlecht für die Tiere, die das ja fressen müssen und ich muss ja auch mit damit leben. Michael Berg plant schon weitere Fotoaktionen um auf die Müllproblematik aufmerksam zu machen: „Mein aktueller Favorit wäre der Schneemann am Vareler Hafen.“
Er dankte er allen Helfern, besonders Maren Tapken vom Kurhaus, Marie Charlott Proll für die Plakatgestaltung und den Fotografen Thorsten Gieseler, Anja Zerfoss sowie Matt Bulow, für das fotografische Festhalten von einmaligen Momenten.“ Wie er erklärt, produziert eine Stadt wie Varel mit knapp 25000 Einwohnern pro Jahr 1,7 Millionen gelbe Säcke (das entspricht 68 Stück pro Einwohner), deutschlandweit sind es sogar 5,6 Milliarden.
Die Initiative Deichfreunde setzt sich für bewusstes, gesundes, klimaneutrales und umweltfreundliches Handeln ein. Dazu haben bereits verschiedene Aktionen stattgefunden. Weitere Infos können angefordert werden per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. (ak)
Dienstag, 18 Juni 2019 15:06

Versinkt der Phallus im Plastikmeer?

Varel. Die Initiative Deichfreunde setzt sich für bewusstes, gesundes, klimaneutrales und umweltfreundliches Handeln ein. Dazu haben bereits verschiedene Aktionen stattgefunden.
Am 22. Juni ist nun etwas ganz Besonderes geplant: Am Kurhausstrand soll es beim Phallus ein eindrucksvolles gemeinsames Foto geben, das auf die Plastikvermüllung des Meeres und unserer Umwelt aufmerksam macht. Hierfür sind weitere engagierte Menschen sehr willkommen, die Plastikmüll dafür mitbringen und anschließend natürlich wieder korrekt entsorgen. Für die Gestaltung zweier Banner werden ebenfalls noch kreative Köpfe gesucht. Mit dabei ist zum Beispiel Marie Charlott Proll, den Friebo-Lesern besser als Mascha Lott bekannt, die bei der künstlerischen Gestaltung unterstützt.
Initiator Michael Berg: „Unsere Phallus Aktion startet um 14 Uhr mit einem gemeinsamen Müllsammeln am Strand. Um 14.30 Uhr beginnen wir den Phallus herzurichten. Dafür benötigen wir gebrauchte Shampoo-, Duschgel- oder aber auch Lotion-Flaschen. Diese werden mit Draht an einem Netz das über den Phallus gespannt ist, festgemacht. In einem weiteren Netz vor dem Phallus sammeln wir weitere Verpackungen. Hierfür werden noch Helfer gesucht. Der Fototermin findet dann um 15.30 Uhr statt.“
Schon jetzt danken die Initiatoren zahlreichen Unterstützern, so zum Beispiel Maren Tapken und auch Anja Zerfoss sowie Thorsten Gieseler, die die Fotoktion begleiten. „Wichtig ist mir auch nochmal, zu bestätigen, dass der Plastikmüll lediglich zu Demonstrationszwecken einen Zwischengang einlegt, aber dann wieder seinen normalen Entsorgungsweg geht. Wir nutzen lediglich gebrauchtes und verbrauchtes Material“, betont Michael Berg und hofft, dass sich viele Unterstützer am Kurhausstrand einfinden.
Weitere Infos über die Deichfreunde können angefordert werden bei: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. oder ☎ 04451/950307. (ak)
Donnerstag, 23 Mai 2019 16:57

Vareler Hospiztag 2019

Varel. Der Endspurt hat begonnen: Am Samstag, 25. Mai, ab 11 Uhr, beginnt der 3. Vareler Hospiztag auf dem Schloßplatz.
Begleitet wird der Tag mit einem umfangreichen Bühnenprogramm: Den Auftakt machen André und Phillip. Die Superstars der Oberschule Varel sind Stammgäste bei dieser Veranstaltung.
Schon im vergangenen Jahr begeisterte das Blasorchester der Musikschule Friesland Wittmund das Publikum. 30 Ensemblemitglieder – von Jung bis Alt – werden sicher wieder für die richtige Stimmung auf dem Schloßplatz sorgen. Sie spielen eine bunte Mischung aus Filmmusik, Musicalliedern und vielem mehr.
Weiter geht es mit Auftritten der Tanzschule von Oehsen, dem Studio Let‘s Dance und der Bläserklasse des Lothar-Meyer-Gymnasiums. An der Strecke werden die Läufer von den Moorland Pipes and Drums – mit Dudelsackmusik – und den Cheerleadern Blue Lights aus Jaderberg lautstark unterstützt.
Parallel zu den Läufen wird gegen 14 Uhr erstmals ein spannender Kellnerlauf stattfinden, den das Team Friesenherz organisiert und bei dem auch Schirmherr Olaf Lies antritt.
Gegen 15 Uhr beginnt dann die Versteigerung mit Gerhard Lambertus: Ein heißer Tipp nur noch hier gibt es 3-Tages Festivalkarten für das Wattn-Schlick Fest. Sie wurden extra für diesen Anlass von Festivalmacher Till Krägeloh zur Verfügung gestellt. Auch die begehrten Karten für die Weihnachtsgala des Stadtmarketing kann man hier erwerben und zugleich Gutes tun. Versteigert werden außerdem Wellness-Gutscheine, Koch-events, abenteuerliche Aktionen und sogar Fernseher, Staubsauger oder Vogelhäuser. Hier kann jeder ein Schnäppchen für den guten Zweck machen. Ein Blick auf die Facebookseite „Haus der Hospiz- und Palliativarbeit ‚Am Jadebusen‘ verrät mehr.
„Bommel-Lina“ wird Hospizmäuse und die Vareler Wirtschaftsförderung Benefizarmbänder für den guten Zweck verkaufen.
Auf dem Schloßplatz versorgen das Team von Seggern, das Team Horst und Sylvia Düsberg, Friesenherz-Tee und ein großes Kuchenangebot Zuschauer und auch Sportler mit kulinarischen Leckereien. Die DLRG hält Spielangebote für die Kinder bereit, es sind Clowns unterwegs, die BBS baut einen Info-Stand auf und Oliver Limmer ist mit seiner Photobooth dabei. Auch Feuerwehr, Polizei, Johanniter, Stadtverwaltung, viele freiwillige Helfer und Sponsoren (unter anderem mit selbstgebackenem Kuchen) unterstützen die Aktion mit viel Herz und ohne Ausnahme ehrenamtlich. Anke Kück, Vorsitzende der Hospizbewegung Varel: „Es ist eine wunderbare Erfahrung, solch eine Unterstützung zu erleben. Ich kann nur im Namen aller Menschen, die sich im Haus der Hospiz- und Palliativarbeit ‚Am Jadebusen‘ engagieren – oder dort begleitet werden – von Herzen ‚Danke‘ sagen, denn alle Erlöse dienen zur Förderung der ambulanten und stationären Hospizarbeit.“
Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht natürlich der große Sponsorenlauf: Der Startschuss für die Handicapsportler wird um 11.30 Uhr gemeinsam von Mühlenkönigin Kerstin und Bürgermeister Gerd-Christian Wagner gegeben. Die Kinder gehen um 12 Uhr ins Rennen und die Erwachsenen starten um 13 Uhr. Laufanmeldungen sind noch unter tus-obenstrohe.de/sponsorenlauf und auch spontan am Veranstaltungstag möglich.
Donnerstag, 09 Mai 2019 16:59

Freie Fahrt ins neue Quartier

„Hier entsteht ein tolles Quartier mit idealer Anbindung. In wenigen Minuten erreicht man die Autobahn, den Wald, Famila und auch die Innenstadt“, Bürgermeister Gerd-Christian Wagner freute sich sichtlich, die Waldstraße/Karl-Nieraad-Straße durch das stadtnahe Vareler Neubaugebiet freigeben zukönnen.
Er dankte der LzO-Tochtergesellschaft IDB für die Erschließung und besonders Anwohner Michael Haupt, der durch seine Kontakte zur BImA Wege für die Erschließung an der ehemaligen Frieslandkaserne eröffnet habe. Die Bauarbeiten können jetzt beginnen. Von den insgesamt 58 Bauplätzen auf fünf Hektar Fläche sind noch einige zu erwerben.
Etliche Vareler nutzten die neue Verbindung – auf der Tempo 30 gilt – schon während des Pressetermins.
Varel. Von der Antragstellung bis zur positiven Nachricht über die Förderung brauchte es etwa neun Monate, die Umsetzung wird sicher etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen: Die Stadt Varel soll eine Förderung zur Sanierung der Sportanlage Langendamm über vier Millionen Euro erhalten.
Wir fragten Bürgermeister Gerd-Christian Wagner wie er die Chancen für eine Realisierung des Projektes einschätzt:
„Zunächst bin ich sehr froh, dass wir diese einmalige Chance erhalten haben. Ich danke der Verwaltung, die innerhalb kürzester Zeit diese Planung auf den Weg gebracht hat und der Kommunalpolitik, die den Mut hatte, unseren Hut in den Förderring zu werfen. Jetzt können und müssen wir die Projekte weiter formen. Hierfür brauchen wir zu allererst ein klares positives Bekenntnis der Politik, dass wir die Projekte weiter in Angriff nehmen können. Das ist Voraussetzung dafür, dass wir die Fördermittel auch tatsächlich in Varel einsetzen können.“

Was kann in Langendamm genau entstehen, was beinhaltet der Projektplan? „Wir planen in mehreren Schritten: Der Erste betrifft die Sportanlagen in Langendamm. Hier geht es um die Sanierung der Sportanlage insgesamt, die Verbesserung der Parksituation und auch die mögliche Schaffung eines Kunstrasenplatzes.

Darüber hinaus bietet die Fläche zwischen der Hellmuth-Barthel-Straße und dem Ortsteil Langendamm die Möglichkeit, für unsere Bürger etwas Zukunftsweisendes zu schaffen. Einen Raum, der allen Bürgern zugute kommt und Platz für Sport, Spiel und Erholung bieten kann. Dazu kann perspektivisch auch ein Stadion und langfristig ein neues Hallenbad gehören. Wichtig ist mir, dass wir hier eine grüne Lunge mit hoher Aufenthaltsqualität für unsere Stadt behalten beziehungsweise schaffen.“

Im Antrag ist auch die Aufgabe des Waldstadions ein Aspekt, wird es in Langendamm dafür einen adäquaten Ersatz geben? „Wenn wir die Sportstätten, die in die Jahre gekommen sind, an einem Standort bündeln, müssen wir uns auch Gedanken über die derzeitigen Standorte machen. Die Förderkulisse bietet enorme Entwicklungspotentiale für die Stadt. Hier kommen dann auch Veränderungen auf uns zu, die Mut für Neues erfordern. Eine riesige Chance für die Stadtentwicklung, die wir nutzen sollten.“

Gibt es eine Frist, bis zu der die Mittel verwendet sein müssen? „Soweit ich weiß, muss das Projekt in drei Jahren abgewickelt sein. Wegen der vielen offenen Fragen und der Formalien, wie Bebauungspläne und Ausschreibungen, müssen wir zügig arbeiten. Dafür brauchen wir eine starke und klare politische Entscheidung, die Veränderungsbereitschaft dokumentiert.“

Kann der Sport- und Bürgerpark auch in Abschnitten realisiert werden? „Das werden wir sogar müssen und das bietet zugleich auch viele Chancen. Die jetzt bewilligten Fördermittel sind sozusagen der Startschuss.“

Was ist, wenn nicht ausreichend Platz, sprich Grundstücke vorhanden sind? „Wir stehen in Verhandlungen und sind auf die Bereitschaft angewiesen, die Stadtentwicklung zu unterstützen.“

Wer wirkt bei den Planungen mit, welche Rolle spielen die Vereine? Was braucht es jetzt um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen? „Wir haben eine großartige Chance hier etwas wirklich Nachhaltiges zu entwickeln, und es sind verschiedene Optionen möglich. Jetzt müssen ganz viele Rädchen ineinander fassen und es braucht die Bereitschaft auch Neues zu wagen. Die Vereine haben mit ihrem gemeinsamen Statement und ihrer Bereitschaft zur Entwicklung gemeinsamer Sportstätten schon einen wichtigen Schritt getan. Sie zeigen, dass sie veränderungsbereit sind.“

Muss man befürchten, dass wegen des Sport- und Bürgerparks andere geplante Maßnahmen wie das Feuerwehrhaus in Obenstrohe oder ein weiterer Kindergarten nicht mehr machbar sind? „Hier muss eindeutig gesagt werden, dass Pflichtaufgaben natürlich vorrangig sind. Sie sind im Haushalt schon berücksichtigt. Notfalls müssen weitere Bausteine des Sport- und Bürgerparks warten.“

Wie weit ist der Schritt von einer Sanierung der Sportanlage Langendamm bis hin zu einem Sport- und Bürgerpark? „Wir müssen Lust auf die Gestaltung unser Sport- und Freizeitbedingungen machen und mit positiven Bildern aufzeigen, wie Neues aussehen kann. Ich schließe da nichts aus. Eine Devise habe ich dabei: Das Leben ist Veränderung, die wir gemeinsam gestalten müssen. Ich freue mich darauf, diese Entwicklungen in den nächsten Jahren zu begleiten.“

Zum Hintergrund: Es waren rund 1.300 Interessenbekundungen an den Fördermitteln beim zuständigen Ministerium eingegangen. Damit war die aktuelle Förderrunde 13-fach überzeichnet. Insgesamt 186 kommunale Projekte wurden bewilligt, der Vareler Antrag gehört zu den 13 Anträgen mit einem Volumen von vier Millionen Euro und mehr. (ak)
Dienstag, 26 Februar 2019 12:29

Erneuter Bombenfund in Friedrichsfeld

Varel/Bockhorn. Am Montag ist auf dem einstigen Bundeswehrübungsplatz Friedrichsfeld zwischen Altjührden und Osterforde bei Räumungsarbeiten erneut eine 500-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden, das teilte Wilfried Alberts von der Vareler Stadtverwaltung mit. Diese soll heute ab 15 Uhr entweder entschärft oder gesprengt werden.
Schon im vergangenen November hatte es Bombensprengungen vor Ort gegeben, darunter auch eine 500-Kilo-Bombe. In Zusammenarbeit mit der Stadt Varel und der Polizei hat sich der Kampfmittelbeseitiger auch heute dazu entschieden, einen Bereich mit Radius von 1000 Metern um die Fundstelle räumen zu lassen. Davon betroffen sind Wohnhäuser etwa am Grabsteder Weg, am Grenzweg und am Mühlenweg. Auch die Straßen werden gesperrt, etwa die Altjührdener Straße zwischen maschal und der B 437 und die Plaggenkrugstraße. Während Mitarbeiter des Stadtbetriebes sich um die Absperrungen kümmern, kontrollieren Helfer der Feuerwehren die Rad- und Wanderwege im betroffenen Gebiet. Die Polizei evakuiert die Wohnungen und Betriebe. Auch ein Polizeihubschrauber wird ab 14.30 Uhr über der Sperrzone kreisen, um etwaige Reiter oder Spaziergänger ausfindig zu machen.
In der Turnhalle Altjührden wird ein Anlaufpunkt für Betroffene eingerichtet. Die Polizei wird entsprechende Rundfunkdurchsagen ab 13 Uhr durchführen. Friedrichsfeld hatte früher als Fliegerhorst gedient, insbesondere Start- und Landebahnen waren zu Kriegsende bombardiert worden. Derzeit laufen auf dem Gelände Räum- und Rodungsarbeiten, das insgesamt mehr als 250 Hektar große Gelände soll bekanntlich als Ausgleich für die Landschaftszerstörung durch die geplante A 20 herhalten und muss dafür umgestaltet werden, aus Waldbewuchs soll Feuchtgrünland werden. Vor Beginn der Rodungs- und Erdarbeiten waren weite Teile des Geländes bereits vom Kampfmittelräumdienst untersucht worden, immer wieder waren dabei Sprengkörper entdeckt worden.
„In unseren Hospizen hat Zeit eine ganz besondere Bedeutung: Viele unserer Gäste haben nur noch wenig Zeit“, das betonte Geschäftsführung Irene Müller in ihrer Begrüßungsrede zum 2. Jahresempfang der mission:lebenshaus gGmbH am vergangenen Donnerstag im Kreisdienstleistungszentrum.

Die Achtsamkeit bewahren

„Gemeinsam möchte mein Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen ihnen eine besondere Zeit schenken. Es geht darum die Achtsamkeit zu bewahren und die eigene Würde nicht zu verlieren.“ Die Ehrenamtlichen der mission:lebenshaus gGmbH haben sich im vergangenen Jahr mit stolzen 12.000 Stunden für die Hospize freiwillig engagiert.
Rund 170 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Kirche und den eigenen Reihen zeigten sich beeindruckt von dem, was in den inzwischen vier Hospizen der mission.lebenshaus gGmbH im vergangenen Jahr erneut geleistet wurde. Im Rahmen ihrer Begrüßung blickte Irene Müller auch auf die Eröffnung des Hospizes am Wattenmeer im benachbarten Haus der Hospiz- und Palliativarbeit „Am Jadebusen“ zurück. Sehr froh sei sie darüber, dass ein Team aus zehn Palliativmedizinern der Region die Gäste im Haus und ihre Zugehörigen sehr engagiert versorge.
Organisiert wurden außerdem ein sehr gut besuchter Hospiz- und Palliativtag in Jever sowie zahlreiche Feste und Veranstaltungen in den einzelnen Häusern. Insgesamt haben die drei Erwachsenenhospize der mission:lebenshaus gGmbH im vergangenen Jahr 301 unheilbar erkrankte Menschen in ihrer letzten Lebensphase begleitet, im Kinder- und Jugendhospiz waren 171 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zu Gast.

Eine Geschwisterinsel

Darüber hinaus stellte Irene Müller die Geschwisterinsel vor, die aktuell auf dem Gelände des Kinder- und Jugendhospizes gebaut und voraussichtlich im August eröffnet wird: „Die Brüder und Schwestern der betroffenen jungen Menschen sollen hier einen Ort haben, an dem sie ihren ganz unterschiedlichen Gefühlen Ausdruck verleihen können.“ Zu den Festrednern gehörten Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner und Sven Ambrosy, Landrat im Landkreis Friesland. Sie erinnerten an die Einweihung des Hauses der Hospiz- und Palliativarbeit „Am Jadebusen“ im Sommer des Jahres. Wagner betonte, dass kaum ein anderes Haus sich in Varel und der Region so schnell etabliert habe: „Es ist eindrucksvoll, wie sich hier ambulante und stationäre Versorgung unter einem Dach und ‚mitten im Leben‘ vereinen. Die Betroffenen und ihre Angehörigen finden hier einen Ankerplatz für die letzte Lebenszeit.“
Sven Ambrosy war sicher: „Unsere Gesellschaft hat dieses Haus an diesem Platz gebraucht. Sie alle hier leisten eine unglaublich wichtige gesellschaftliche Arbeit für uns alle. Überraschungsgast des Abends war Bestsellerautor und Kinderhospiz-Botschafter David Safier. In einem bewegenden Statement erläuterte er seine Motivation für sein Engagement für das Haus in Wilhelmshaven, das in diesem Jahr seinen fünften Geburtstag feiert. Außerdem begrüßte Irene Müller Mark Castens vom Verein Lebenswunsch e. V., der die mission:lebenshaus gGmbH bei zahlreichen Wunscherfüllungen unterstützt. Für die temperamentvolle und lautstarke Unterhaltung der Besucher sorgte die Samba-Percussion Band „Sambarracuda“. Die Moderation der Veranstaltung übernahm Manfred Eckhoff. Die Besucher nutzten im Anschluss des offiziellen Programms die Gelegenheit, sich in stimmungsvoller Atmosphäre auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Die mission:lebenshaus gGmbH betreibt als gemeinnützige, diakonische Gesellschaft seit 2010 vier stationäre Hospize: das Friedel-Orth-Hospiz in Jever, das Laurentius Hospiz in Falkenburg / Ganderkesee, das Hospiz am Wattenmeer in Varel und das Angelika Reichelt Kinder- und Jugendhospiz Joshuas Engelreich in Wilhelmshaven. Gemeinsam mit der Stadt Varel und der Hospizbewegung Varel e.V. ist sie Gesellschafter des Hauses der Hospiz- und Palliativarbeit „Am Jadebusen“ und engagiert sich für die Hospizbildung. Insgesamt werden 125 Mitarbeiter beschäftigt und im nächsten Jahr kann das zehnjährige Jubiläum gefeiert werden. (ak)
Irene Müller (vorne) könnte über 170 Gäste zum Jahresempfang der mission:lebenshaus gGmbH begrüßen
Varel. Nach knapp sechs Monaten Bauzeit konnte jetzt der Stadtbetrieb auf dem Gelände der ehemaligen Friesland-Kaserne eingeweiht werden. Das Kostenbudget in Höhe von 1,3 Millionen Euro wurde eingehalten und auf etwa 2,5 Hektar ist nun ein neuer zentraler Betriebshof entstanden, der Bauhof und Gartenamt unter einem Dach zusammenführt.„Insgesamt haben wir deutlich mehr Platz als bisher“, sagt Johann Taddigs, der als Stabsstellenleiter Wirtschaftsbetriebe auch zuständig für die Entwicklung des Stadtbetriebes ist. Das erhöhe nicht nur den Komfort, sondern optimiere auch die Abläufe. Kürzere Rüstzeiten und schnelleres Ausrücken wird so möglich.
Erhalten blieb die „Halle“ 22 der Bundeswehr: Wo einst schwere Militärfahrzeuge untergebracht waren, finden auch Maschinen und Lastwagen des Stadtbetriebs prima Platz. In der Halle sind zudem eine größere Tischlerei sowie eine eigene Schlosserei untergebracht. Mit dieser verbesserten räumlichen Ausstattung kann das Personal künftig kleinere Reparatur- und Wartungsarbeiten selbst vornehmen und damit effizienter und günstiger agieren. Weiter genutzt für Fahrzeuge und Material wird auch ein vorhandenes Schleppdach, während ein Sozial- und Verwaltungsgebäude ganz neu gebaut wurde. Rund 400 Quadratmeter Fläche wurden neu geschaffen.
Geleitet wird der Stadtbetrieb von Fritz Schimmelpenning, der sich zusammen mit seinem Team von etwa 30 Mitarbeitern über die verbesserten Bedingungen freut. Zu tun gibt es genug: Etwa 250 Kilometer Gemeindestraßen, 45 Kilometer Schotterwege, 67 Spielplätze, mehr als 800 Abfallbehälter, 7 Sportplätze, mehr als 3.000 Alleebäume, viele tausend städtische Bäume und rund zweieinhalb Hektar Beete gilt es im Auge zu haben und zu pflegen.
Mit eingezogen ist auch die Gartengruppe der GPS-Werkstatt Jeringhave. Johann Taddigs: „Das ist einmalig in Deutschland: gemeinsam mit der WilSer (integrativer Betrieb) und den GPS-Werkstätten leben wir hier Inklusion vor Ort. Die GPS übernimmt zum Beispiel in enger Abstimmung mit dem Stadtbetrieb einen Teil der kommunalen Grünpflegearbeiten.“
Bereits vor einigen Monaten eingezogen ist die GPS-Tochter „WilSer GmbH“, ein in den Bereichen Gebäudereinigung, Objektbetreuung und hauswirtschaftlicher Unterstützung inklusiv arbeitendes Dienstleistungsunternehmen. Bürgermeister Gerd-Christian Wagner: „Wir werden hier eine gute Nachbarschaft pflegen. Hier wachsen verschiedene und wichtige Angebote zusammen.“
Varel. Am Sonntag, 14. Oktober, startet in Varel wieder das kunterbunte Kürbisfest in der Innenstadt. Um 11 Uhr fällt der Startschuss mit dem traditionellen Anschnitt des Kürbisstutens durch Bürgermeister Gerd-Christian Wagner und dem Vorsitzenden der Werbegemeinschaft Eckhard Klein. Die Geschäftsleute laden dann ab 12 Uhr wieder zum verkaufsoffenen Sonntag ein.
In der herbstlich dekorierten Innenstadt gibt es wieder ein tolles Programm, das praktisch für jeden Geschmack etwas zu bieten hat: Eine Kürbisrallye für Kinder, Abenteuer mit den Strandpiraten und Spaß auf der Hüpfburg. Beim Kürbisschätzen gibt es etwas zu gewinnen und auf dem Schloßplatz zeigen – in Zusammenarbeit mit dem Wunderwerk – wieder viele Kunst- und Hobbyaussteller ihre Werke.
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