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Varel. „Wir freuen uns, dass wir mit der ,Pricke‘ ein weiteres absolutes Highlight für Dangast bekommen“, sagte Bürgermeister Gerd-Christian Wagner direkt nach der Unterzeichnung des Pachtvertrages in Dangast. Ausdrücklich dankte er zugleich dem Team des „Sonnendeck“, das den Beachclub in Dangast über neun Jahre mit großen Erfolg und viel Herzblut betrieben habe.
Friesisch, bodenständig
Die neuen Betreiber sind Neele und Jan Meiners. Sie haben sich für ein friesisch, bodenständiges Konzept entschieden: „Als wir von der Ausschreibung erfuhren, brannten wir beide sofort dafür, hier an diesem Ort ein Konzept umzusetzen, das den Charme erhält: Dangast funktioniert weil es Dangast ist und so soll es auch bleiben. Dafür brauchen wir kein Schickimicki, sondern Elemente wie Buhnen, Sandsäcke, hölzerne Bars und natürlich Pricken.“

Beide bringen viel Kompetenz aus dem Veranstaltungsbereich mit und haben unter anderem das Festival TabulaRaaza in Sandkrug initiiert. Jan ist auch als Musiker aktiv bei den „Housedestroyern“.

Er ist in Varel aufgewachsen und kennt den Ort und das alte Teehaus sehr gut. „Dieser ganz besondere Platz, das alte Teehaus, gehört zur Geschichte von Dangast und deshalb werden wir uns bemühen, nach Möglichkeiten einen Großteil der vorhandenen Bausubstanz zu erhalten und in unser Konzept der Pricke zu integrieren.“
Allerdings ist das Gebäude stark sanierungsbedürftig, wie Kurdirektor Johann Taddigs erklärte und so sind erhebliche Investitionen geplant.
Der Umbau soll Anfang 2021 beginnen damit bis zur Sommersaison alles fertig ist. Jan Meiners rechnet mit einer Investition, „im mittleren sechsstelligen Bereich“. Der Bau wird so gestaltet werden, dass er auch Sturmfluten standhalten kann.
Abschalten und genießen
„Wir wollen einen gemütlichen und freundlichen Ort für alle schaffen, die einfach mal abschalten und ihre Freizeit bei Cocktails, Softdrinks oder auch einfach einem Pott Kaffee genießen möchten. Es wird Snacks wie Sandwiches, Milchreis, Pommes und auch Kuchen geben, aber keinen Restaurantbetrieb im üblichen Sinne. Selbstverständlich wird alles barrierefrei gestaltet und auf Nachhaltigkeit großen Wert gelegt,“ sagte Neele Meiners.
Strandkino und Feiern
Die bestehende Zusammenarbeit mit Radio Bremen wollen die beiden Pächter nutzen um die „Strahlkraft“ des Ortes weiter zu stärken. So sind auch kulturelle und musikalische Veranstaltungen oder ein Strandkino mit bis zu maximal 500 Personen geplant sowie private Feiern wie Hochzeiten oder Geburtstage. „Wir sind aber auch ein guter Treffpunkt für Geschäftsleute, die hier ihre Termine in einer angenehmen Atmosphäre mit guter Infrastruktur (W-Lan) wahrnehmen können“, ergänzen die Pächter. Und wie sieht die neue Pricke aus? Das kann man am besten mittels Video unter www.friebo.de oder auf der Friebo-facebookseite entdecken.
Hier der entsprechende Link: https://www.facebook.com/frieslaenderbote/videos/601963733760754/
Gerd-Christian Wagner ist sehr froh über die Entscheidung der politischen Gremien, die bei zehn eingereichten Konzepten eine große Auswahl hatten: „Wir haben hier ein nachhaltiges Konzept mit kompetenten Partner vorliegen, die bereit sind erheblich in den Standort zu investieren. Das ist auch der Grund dafür, dass wir mit dem Pachtvertrag eine Zusammenarbeit auf 15 Jahre festgeschrieben haben. Ich freue mich schon jetzt auf schöne Abende in der „Pricke“ bei leckeren Getränken und dem unvergleichlichen Dangaster Sonnenuntergang.“ (ak)
Varel. Es ist ein herrlicher Frühlingstag und im Garten blüht und duftet es: Auf den ersten Blick herrscht im Haus der Hospiz- und Palliativarbeit „Am Jadebusen“ Normalität. Doch die Corona-Krise zeigt auch hier Auswirkungen:
Spaziergänge in der Natur
Birgit Seemann, Koordinatorin der ambulanten Hospizbewegung, berichtet: „Wir können die von uns begleiteten Menschen kaum persönlich besuchen.“ Es sind also kreative Ideen gefordert und die werden genutzt: „Wir haben telefonischen Kontakt oder schreiben wieder Briefe. Dabei legen wir frankierte Rückumschläge be, um eine einfache Antwort zu ermöglichen.“ Sehr gut angenommen werde auch das Angebot bei Spaziergängen in der freien Natur mit den Koordinatorinnen Hilfe zu finden. Leider seien alle Trauer-Gruppenangebote derzeit nicht möglich, aber es werde weiter telefonisch oder in Einzelgesprächen Hilfe geleistet.
„Dank an unsere Mitarbeitenden und die Besucher“
Im stationären Hospiz am Wattenmeer sind Besuche weiterhin möglich, aber, so Hospizleitung Maik Hinrichs, sei dies auf den engsten Kreis begrenzt: „Wir sind sehr froh, dass alle unsere Zimmer einen direkten Zugang zur Terrasse und Blick in den Garten haben, das bietet zusätzliche Möglichkeiten für kleine Spaziergänge. Ein großer Dank geht an dieser Stelle an alle Mitarbeitenden, die mit vielen Ideen und Kreativität ein Stück Normalität ermöglichen, sei es durch ein spontanes Grillen mit den Gästen oder Unterstützung bei der Videotelefonie. Ja, es wurde sogar ein bunter Maibaum gesetzt.“ Das Hospiz am Wattenmeer sei auch aktuell gut ausgelastet, aber man sei gehalten den Personenkreis im Haus so gering wie möglich zu halten um mögliche Infektionsketten zu unterbrechen. Die Wohnküche, als großer gemeinsamer Treffpunkt dürfe derzeit nur von Hospizgästen und Mitarbeitenden genutzt werden. „Unsere Gäste spüren schon, dass sich etwas verändert hat und es weniger Besuche gibt. Die Sicherheit für sie und die Mitarbeitenden geht einfach vor.“ Dankbar sind Birgit Seemann und Maik Hinrichs für das große Verständnis für die zusätzlichen Schutzmaßnahmen und Einschränkungen die notwendig sind. Aktuell gibt es keine Hausführungen und Besuche von Interessierten oder Gruppen, wie sie vor der Krise selbstverständlich waren, sind ebenfalls nicht möglich.
Das mache sich auch bei den Spendeneingängen bemerkbar, auf die man angewiesen sei. Schließlich müssen auch in diesen Zeiten fünf Prozent der Kosten im stationären Hospiz und Teile der Kosten im ambulanten Bereich durch Spenden aufgebracht werden. Leider habe auch das geplante Benefizkonzert in Zusammenarbeit mit dem Vareler Stadtmarketing am 22. Mai abgesagt werden müssen. Es soll ein Ersatztermin im Frühjahr 2021 gefunden werden.
Die Nähe bleibt spürbar
Besonders bedauern Birgit Seemann und Maik Hinrichs den fehlenden direkten Kontakt zu den Ehrenamtlichen. „Wir müssen leider Abstand halten, auch wenn es schwer fällt.“ Die Nähe sei aber dennoch weiter vorhanden und sehr spürbar. „Wir haben mehrfach selbstgenähte Masken gespendet bekommen, es wurden außerdem schon selbstgebackene Kuchen oder Obstkörbe abgegeben.“ Dennoch: „Wir vermissen unsere Ehrenamtlichen.“ Kontaktmöglichkeiten für das Ehrenamt und Menschen die Unterstützung wünschen gibt es aber selbstverständlich weiterhin: „Auch wenn wir räumlich auf Distanz achten müssen, sind wir uns doch sehr nah. Rufen Sie an, wenn Hilfe gebraucht oder der Wunsch nach einem Gespräch besteht. Wir, sind gerne für Sie da.“
Das Hospiz am Wattenmeer ist erreichbar unter ☎ 04451/961190, die Hospizbewegung Varel e.V. unter ☎ 04451/804733. Aktuelle Informationen gibt es zudem auf der Facebookseite: Haus der Hospiz- und Palliativarbeit „Am Jadebusen“. (ak)
Varel. Das was sich Viele schon lange gewünscht haben wird Wirklichkeit, der Grund warum das geschieht, wurde aber wohl von Niemandem gewünscht: Dangast wird über die Osterfeiertage zwischen 9 und 18 Uhr auto- und motorradfrei.
Der Grund dafür ist die Corona-Pandemie. In einer Pressekonferenz erklärte Bürgermeister Gerd-Christian Wagner: „Wir haben zwar die Erfahrung gemacht, dass sich die Allermeisten an unsere Empfehlungen halten, in der heutigen Zeit zuhause zu bleiben, dennoch gibt es immer wieder Ausreißer. Dazu kommt die Befürchtung, dass sich an den Osterfeiertagen noch mehr Menschen auf den Weg machen könnten die ‚Touristischen Hotspots‘ in unserer Stadt zu besuchen.“
Dangast und der Vareler Hafen werden daher von Karfreitag (ab 9 Uhr) bis Ostermontag (18 Uhr) zu den oben genannten Zeiten für den auswärtigen Verkehr gesperrt. Autos und Motorräder können auf der Straße Zum Jadebusen nur bis zur Einmündung Wehgaster Straße fahren, der Vareler Hafen ist ab Aal und Krabbe gesperrt. Weiterfahren dürfen hier nur Bürger, die ihren ersten Wohnsitz in Dangast bzw. im gesperrten Bereich am Vareler Hafen haben. Die Sperrung gilt nicht für Radfahrer und natürlich ebenfalls nicht für Fußgänger.
Damit die Ausflügler gar nicht erst bis Dangast oder zum Vareler Hafen fahren, werden mehrere Vorwegweiser aufgestellt. Bürgermeister Gerd-Christian Wagner: „So werden wir Dangast und den Hafenbereich verkehrstechnisch abkoppeln. Zusätzlich sind die Parkplätze – wie schon an den vorangegangenen beiden Wochenenden – abgesperrt.“ Für diese Maßnahmen habe es seitens des Landkreises, der Polizei, des Kurvereins und auch der Mitarbeiter Zustimmung und sehr positive Rückmeldungen gegeben.
Mitarbeiter des Ordnungsamtes und der Kurverwaltung Dangast sowie Polizisten werden an der Einmündung Wehgaster Straße und bei Aal und Krabbe die Auto- und Motorradfahrer kontrollieren. Wilfried Alberts vom Fachbereich Ordnung und Soziales wies daher darauf hin, dass man Personalausweis oder auch Führerschein unbedingt dabei haben sollte. Leider habe man an den vergangenen beiden Sonntagen festgestellt, dass Autos und Motorräder auf privaten Parkplätzen abgestellt worden seien, zum Beispiel vor Ferienwohnungen oder beim Edeka-Markt. Dies solle nun mit der neuen Regelung unterbunden werden.
Wagner: „Wir haben festgestellt, dass die Spaziergänger am Strand nicht das Problem sind. Hier wird gut Abstand gehalten. Daher haben wir uns für diese ausgewogene Maßnahme entschieden und gegen ein komplettes Betretungsverbot.“ Und Kurdirektor Johann Taddigs ergänzte: „Diese Maßnahme mit Augenmaß ist auch für die Einheimischen eine gute Lösung. Bewegung ist gerade in der aktuellen Zeit gesund und vernünftig.“ Andere Küstengemeinden wie beispielsweise Butjadingen oder das Wangerland hätten sogar ein Betretungsverbot für die Strände angeordnet. „Das wäre ein zu tiefgreifendes Mittel“, sagte Wagner. Den Zutritt zum Strand zu verbieten, sei unverhältnismäßig: „Wir haben festgestellt, dass die Probleme hauptsächlich im Ortskern entstanden sind. Das wird mit den neuen Regelungen unterbunden.“ Abschließend appellierten Wagner, Taddigs und Alberts gemeinsam und eindringlich: „Bleiben sie Ostern mit ihrem Auto zuhause!“
Wenn sich alle daran halten würden, könnte man den nächsten Schritt, ein Betretungsverbot, auch künftig vermeiden. (ak)
„Wir haben ja jetzt schulfrei und möchten einfach etwas tun“, sagt Lennart Busch. Gemeinsam mit Jan-Niclas Hollwege, Laura Schnettler und Leonie Harb hat er am vergangenen Wochenende spontan eine Aktion gestartet. Binnen weniger Stunden meldeten sich über 30 junge Menschen, die helfen wollen.
In einem Aufruf bei Facebook heißt es: „Wir sind der Abi-Jahrgang des Lothar-Meyer-Gymnasiums Varel. Aufgrund des Coronavirus‘ wurde Personen über 65 Jahren geraten die Öffentlichkeit zu meiden. Dazu zählt auch das Einkaufen. Da wir nun zwangsweise Ferien bekommen haben, haben wir beschlossen unsere Freizeit dafür zu nutzen etwas Sinnvolles zu tun. Wir übernehmen das Einkaufen. Wir sind im ganzen Südfriesland aufgestellt (Varel, Bockhorn, Zetel). Mit dieser Aktion versuchen wir die betroffenen Personen zu schützen.“
Inzwischen wurden über 2.000 Infoblätter gedruckt und verteilt. Hier wird nicht nur auf die Aktion aufmerksam gemacht, sondern auch über das richtige Verhalten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie hingewiesen. Zugleich gab es einen Aufruf bei Facebook. „Das war wirklich eine tolle Resonanz, die wir dort erlebt haben“, freut sich Lennart Busch. Das Lob ist vielfältig: Es gab 132 Kommentare wie: „Einfach toll“, „Coole Aktion“ oder „Respekt und Anerkennung“. Sogar ein Angebot Fahrzeuge für die Aktion zur Verfügung zu stellen oder bei der Gestaltung einer Webseite zu unterstützen wurden gemacht. Inzwischen gab es über 1.000 Likes und eine der Administratorinnen der Seite „Du bist Vareler wenn“ kommentiert: „In einer Stunde fast 500 Likes und nicht ein einziger blöder Kommentar. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir das jemals hatten. Tolle Aktion die ihr da macht, Respekt!“
Lennart Busch erklärt noch einmal wie sinnvoll die Aktion ist: „Wir sehen immer noch sehr viele Rentner einkaufen. Das können wir nicht nachvollziehen, denn es ist, so wichtig Distanz zu halten.“
Hier noch einige Auszüge aus dem Infoblatt:
Es gilt die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen um unser Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Es darf unter keinen Umständen zu italienischen Zuständen in unserem Land kommen. Als Risikopatienten gelten Menschen ab 65 Jahren und Menschen mit einer und mehreren Vorerkrankungen. Die Statistiken zeigen uns: Jüngere Menschen überstehen die Krankheit überwiegend unbeschadet. Wir, als Abiturjahrgang des Lothar-Meyer-Gymnasiums, möchten unseren Teil leisten, um die Ausbreitung von Covid19 zu verlangsamen. Es ist wichtiger denn je, Risikopatienten zu schützen. Falls Sie Risikopatient sind, wenden Sie sich an jüngere Menschen aus ihrem Umfeld (Familie, Freunde) und bitten Sie sie, für Sie einzukaufen. Falls Ihnen dies nicht möglich ist, helfen wir Ihnen gerne. Kontaktieren Sie uns per E-Mail oder rufen Sie uns an. Wir kaufen gerne für Sie ein. Bitte bestellen Sie dabei Dinge, die in den üblichen Märkten (Edeka, Rewe, Lidl, Rossman usw.) kaufbar sind. Achten Sie bitte auch darauf, für ihren Haushalt übliche Mengen zu bestellen. Gerne kaufen wir für Sie auch mehrfach ein. Wir vereinbaren dann einen Ablageort an dem wir ihre Einkäufe ablegen und Sie das Geld deponieren. Über jedes zusätzliche Trinkgeld würden wir uns freuen. Dies wird anteilig für Benzin verwendet oder kommt der Jahrgangs-Kasse zugute.
Zusammen sind wir stark! Bleiben Sie gesund! Und so erreichen Sie uns: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Varel. Das Publikum war begeistert und ein tosender Applaus der verdiente Lohn für alle Aktiven:
Die Premiere „Champagner to‘n Fröhstück“ am vergangenen Freitag zeigte, dass plattdeutsches Theater beste Unterhaltung bieten kann. Das Team steckte die Zuschauer durch große Spielfreude, viel Wortwitz und ein gekonntes Spiel mit seiner Begeisterung an. Die Freude am Theater auf der Bühne übertrug sich schnell in den Zuschauerraum.
Die Geschichte um die beiden Senioren Marie und Valentin, die aus dem „Heim“ entfliehen und sich in das Abenteuer einer Wohngemeinschaft stürzen, lebt natürlich vom gekonnten Spiel: Hilke Zahn und Harald Kaminski sind „alte Hasen“ bei der Niederdeutschen Bühne und zeichnen sich durch ein lebendiges, gestenreiches Spiel aus. Herrliche Szenen, in denen Marie ihrem Verehrer schöne Augen macht, und gleichzeitig verdeutlicht, wer der „Herr“ im Hause ist. Harald Kaminski lässt sich darauf ein und zeigt, wie facettenreich Theater sein kann. Bernd Uwe Moorhusen als Kuddel Knoop steht seinem Kumpel dabei hilfreich zur Seite und im Schauspielerischen an nichts nach.
Günter Brüntje als Hausmeister Koslowski sorgt ebenfalls für reichlich Lacher im Publikum und ist für etliche Turbulenzen verantwortlich, die er gekonnt nutzt, um das Publikum zu be- geistern – nicht selten einfach nur durch Gesten, ganz ohne Worte. Überzeugend in ihren Rollen sind auch die Kinder des „Paares“ Sophie und Lukas. Lea Butt (sogar in einer Doppelrolle auch als Polizistin) und Johannes Klawon scheinen manchmal am Verhalten ihrer jung gebliebenen Eltern zu verzweifeln – und dabei ist natürlich auch die Liebe im Spiel...
Ja und dann ist da noch Frau Boisen: Rita Zucker ist einfach herrlich komisch in der Rolle der Tratschtante des Hauses und die Lachmuskerln der Zuschauer werden arg strapaziert.
Champagner to‘n Fröhstück sorgt für einen vergnüglichen Theaterabend. Es bietet zwei Stunden beste Unterhaltung und so verwundert es nicht, dass es beim Premierenabend fünf Vorhänge und langanhaltendes Klatschen als Lohn gab. Besonders bei diesem Stück ist auch das Bühnenbild, das mit viel Fantasie von Egon Loop und dem ganzen Bühnenbauteam umgesetzt wurde. Es gibt den Charakter einer Stadtwohnung mit interessanten Gestaltungsideen wieder. Die Regie für die Inszenierung führte Anke Hempel, auch sie war begeistert und bedankte sich bei der Premierenfeier bei ihrem Team: „Es ist natürlich eine tolle Erfahrung, wenn die Regieideen so gekonnt um-gesetzt werden. Das war eine klasse Team-Leistung und hat viel Freude gemacht.“ Assistiert wurde sie von Karin Reinefeld; als Souffleur fungierte der 16-jährige Phillip Reinefeld. Am Bau des Bühnenbildes waren Dirk Brumund, Eckhard Müller-Wehlau, Hugo Engberts, Jens-Uwe Meyer, Gerd Onken, Rüdiger Reinefeld, Phillip Reinefeld, Detlef Eilers, Michael Schulz, Arndt Jordan und als Malerinnen Birthe Schulz sowie Anke Hempel beteiligt. Für den Ton und das Licht, mit dem wichtige Effekte gesetzt werden, sind Arne Laßen, Tammo Padeken, André Jodanow,Kai Kunz und Mauritz Müller verantwortlich. Für die Requisiten sorgen Bernd Evers und das Ensemble. Frisuren und Maske betreuen: Helga von Eßen, Nicole Beyer, Mona Lühring und Beate Butt. Die kommenden Aufführungstermine sind der 7., 9., 11., 14., 16. (auch um 16 Uhr), 21. und 23. Februar jeweils um 20 Uhr im Vareler Tivoli. Karten gibt es: → Online über www.ndb-varel und www.nordwest-ticket.de → direkt bei Brillen Wandke, Obernstr. 2, Varel, Reisebüro Brumund, Grabsteder Str. 22, Bockhorn → telefonisch über Nord- west-Ticket, ☎ 0421/363636, Abo-Tickets bei Heike Wessels, ☎ 04451/84138 Zudem sind Karten an der Abendkasse erhältlich. (ak)
Begeistert war das Premieren Publikum am Freitagabend von der aktuellen Inszenierung der ""Kalenner Deerns".
Die nächste Aufführung ist am Sonntag, 27. Oktober um 15.30 Uhr (nicht wie versehentlich angegeben um 20 Uhr) im Vareler Tivoli. Karten gibt es noch an der Abendkasse.
Zum Inhalt: Die örtliche Landfrauengruppe trifft sich regelmäßig zu Vorträgen und zur Vorbereitung aller möglichen Wettbewerbe, bei denen es darum geht, die konkurrierenden Landfrauen aus dem Nachbardorf zu überbieten. Eines Tages bekommen Annie und ihr Mann Johannes die Diagnose, dass dieser an Leukämie erkrankt ist. Es folgen anstrengende Wochen zwischen Hoffen und Bangen, in denen Johannes aber nie die Hoffnung und nie seinen Humor verliert.
Als Johannes den Kampf gegen die Krankheit verliert, beschließen Annie und ihre Freundin Chris zusammen mit dem Rest der Landfrauengruppe, Geld für ein neues Sofa im Wartebereich des Krankenhauses zu sammeln. Frei nach dem Motto Sex sells machen sich die Damen daran, einen Kalender mit Nacktaufnahmen von sich herzustellen. Zunächst hadern die Frauen mit sich, ihrem Körper und ihrer gesellschaftlichen Stellung. Letztendlich siegt jedoch der Glaube an den guten Zweck und der Kalender kann fertiggestellt und verkauft werden. Doch als der Kalender ein Riesenerfolg wird, tauchen die nächsten Probleme auf... Kalenner-Deerns gehört zu den wenigen Komödien, die es schaffen, neben den lustvoll-temporeichen witzigen Szenen auch einen Blick auf die ernste Seite des Lebens zu werfen. Doch am Ende überwiegen immer das Lächeln und der Humor! Infos zu den Vorverkaufsstellen unter: niederdeutsche-buehne-varel.de
Donnerstag, 12 September 2019 16:22

Willkommen beim Vareler Kramermarkt

Varel. Am Freitag, 13. September, beginnt der 253. Vareler Kramermarkt. Um 16 Uhr ist die Eröffnung durch Bürgermeister Gerd-Christian Wagner am „Break Dancer“ auf der Kreuzung bei der Schlosskirche. Es werden Freibier und Alkoholfreies ausgeschenkt. Die Moorland Pipes and Drums spielen zur Eröffnung und danach in den Straßen. Höhepunkt des Eröffnungstages ist das Höhenfeuerwerk, das für 21 Uhr vorgesehen ist.
Wie im vergangenen Jahr wird es an allen Tagen erneut ein interessantes und abwechslungsreiches Zeltprogramm während des gesamten Tages bis in die Nacht hinein geben. Das Festzelt befindet sich in der Drostenstraße. Mit dem Konzert der Band „Stufe 3“ beginnt das Programm am Freitag um 20.30 Uh. „Stufe 3“ ist eine deutschsprachige Pop/Rockband aus Rodenkirchen und Varel. Sie spielt deutsche Pop und Rockmusik von melancholisch bis tanzbar. Die Gruppe wurde 2014 gegründet und besteht heute aus den Mitgliedern Marcel und Gertrud Faßbender sowie Stephan Tournée. Die erste CD "Du Tanzt" mit 13 selbst komponierten Songs erschien im Oktober 2016 und in diesem Jahr steht nun die Veröffentlichung eines neuen Albums an. Ein besonders emotionaler Part der Bandgeschichte war die Teilnahme am 36. Deutschen Rock und Pop Preis. „Stufe 3“ schaffte es hier bis ins Finale. Mehr Informationen unter: www.stufe3.com

Oldtimerparade

Einer der Höhepunkte am Samstag, 14. September, wird die Oldtimer-Parade sein, die vom Fanfarenzug „Vorwärts Langendamm“ sowie dem Musik- und Majoretten-Corps FRISO Varel begleitet wird. Sie werden anschließend auch im Innenstadtbereich für musikalische Unterhaltung sorgen. Weitere Teilnehmer an der Oldtimerparade sind willkommen und treffen sich gegen 15.15 Uhr in der Panzerstraße. Der Markttrubel und das Programm im Festzelt beginnen am Samstag um 14 Uhr. Es startet mit einem Auftritt der engagierten jungen Musiker aus Varel, Phillip und André. Anschließend sind „Friedrich, der Zauberer“ (15.30 und 17.30 Uhr) und eine Show der Tanzschule „Let‘s Dance“ (16.30 Uhr) zu erleben. Am Abend spielt die Coverband „First Take“ (ab 20.30 Uhr) tanzbare Hits und erlesene Klassiker der 70er, 80er und 90er. Von Bryan Adams über Manfred Mann bis ZZ-Top werden alle Register gezogen, um aus einer Stehparty eine schweisstreibende Tanzorgie zu machen. Zuvor können sich die Besucher auf eine musikalische Reise in die Zeit von Rockabilly mit dem Songwriter Christian Janssen (Beginn 18.30 Uhr) freuen.

Verkaufsoffener Sonntag

Der verkaufsoffene Sonntag findet von 12 bis 17 Uhr statt, die Besucher können dann entspannt einkaufen und bummeln. Im Zelt tritt ab 14 Uhr die Musik- und Showband Grabstede auf. Ab 15.30 Uhr (und zum Abschluss um 19 Uhr) präsentiert die Tanzschule von Oehsen ihre Tanzshow und ab 17 Uhr sorgt Berti der Detektiv mit einem witzigen und kommunikativen Programm sowie einer bunten Mischung aus Tanz-, Bewegungs- und Mitmachliedern für Unterhaltung bei Groß und Klein.

Familientag

Der Familientag, Montag, 16. September, beginnt um 14 Uhr und Besucher können sich dann über ermäßigte Preise und Sonderangebote freuen. Um 15 Uhr findet anschließend der Seniorennachmittag im Festzelt Drostenstraße statt. „Graf Anton Günther von Oldenburg“ wird gegen 15.30 Uhr im Bereich der Hindenburgstraße/Schloßstraße erwartet – natürlich hoch zu Ross.

Flohmarkt auf dem City-Parkplatz

Am Sonntag gibt es in diesem Jahr erstmalig einen großen Flohmarkt auf dem City-Parkplatz.Von 9 bis 17 Uhr findet der ausschließlich Privatanbietern vorbehaltene Markt parallel zum verkaufsoffenen Sonntag statt. Alle privaten Verkäufer sind eingeladen, sich mit einem eigenen kostenlosen Stand zu beteiligen. Gewerbliche Händler sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der City-Parkplatz ist für Fahrzeuge am Sonntag während des Flohmarkts gesperrt, der Aufbau beginnt ab 8 Uhr.
Varel. Noch über zwei Monate nach dem Lauf gehen Sponsorengelder ein. Inzwischen steht die eindrucksvolle Summe von 46.499,20 Euro zu Buche. Auch der dritte Vareler Hospiztag mit dem Sponsorenlauf und den umfangreichen Aktionen auf der Bühne und dem Schloßplatz war ein riesiger Erfolg – besonders beliebt war das Angebot im Kaffeezelt mit gespendeten und selbstgebackenen Kuchen, das von einem engagierten Team ehrenamtlich organisiert wurde.
Die Versteigerung mit Gerhard Lambertus traf auf reges Interesse und erbrachte allein einen Erlös von über 5.000 Euro. Anke Kück, Mitgesellschafterin des Hauses der Hospiz- und Palliativarbeit am Jadebusen, für das die Beträge gespendet wurden, ist beeindruckt: „Wir können nur von Herzen Dank sagen. Diese Teilhabe aus der Bevölkerung hat unser Haus überhaupt erst möglich gemacht. Zu spüren, dass das Engagement uns weiter begleitet, ist eine wunderbare Erfahrung!“

4633 Runden gelaufen

503 Läufer absolvierten im Laufe des Tages 4.633 Runden. Erstmals gab es einen Handicaplauf, der nicht nur bei den Teilnehmern für viele strahlende Gesichter sorgte, sondern auch das Publikum immer wieder zu herzlichem respektvollen Beifall animierte. Gemeinsam freute man sich mit jedem Läufer, der zufrieden sein ganz persönliches Ziel erreichte und oft sogar weit übertraf. Ein Team der GPS wuchs ebenfalls über sich hinaus und neben der tollen Sponsorensumme war die Freude über die gemeinsame Leistung ein zusätzlicher Lohn! Die jüngsten Teilnehmer absolvierten die Runde komfortabel im Tragetuch an Mamas Brust. Die ältesten Teilnehmer waren fast 80 Jahre alt, unter ihnen Pastor Manfred Janssen. Er überzeugte nicht nur durch eine eindrucksvolle Rundenzahl, sondern auch durch eine lange Sponsorenliste. Erstmals gab es außerdem einen Kellnerlauf mit Minister Olaf Lies als Teilnehmer. Es gewann Fred Lienemann vom Tivoli und natürlich der gute Zweck. Die vom Team Friesenherz organisierte Aktion machte nicht nur dem Publikum viel Spaß sondern erbrachte zudem eine stattliche Einnahme für die Hospizversorgung.

Viele Teams am Start

Das größte Team stellte erneut die Papier- und Kartonfabrik Varel. Die 55 Teilnehmer liefen insgesamt 771 Runden für die Hospizversorgung. Zum ersten Mal am Start war auch eine Mannschaft des im Juli 2018 eröffneten Hospiz am Wattenmeer. Die 18 Sportler schafften 174 Runden und wurden dabei von Daniel de Vasconcelos, Geschäftsführung des HHP, unterstützt: „Das Haus der Hospiz- und Palliativarbeit gehört schon Ewigkeiten zu Varel – so fühlte es sich am Veranstaltungstag an. Die sportliche Leistung und die damit verbundenen Spenden sowie das große Interesse der Öffentlichkeit am Hospiztag – einfach nur überwältigend. Gemeinsam haben die kleinen und großen Helfer dafür gesorgt, dass dieser Tag noch sehr lang in Erinnerung bleiben wird. Darüber hinaus gilt dem ‚Hospiz am Wattenmeer‘ Laufteam ein großer Dank. Ein großartiges Team!“
Das Haus der Hospiz- und Palliativarbeit „Am Jadebusen“ ist nun seit etwas mehr als einem Jahr im Betrieb. Hier haben die Hospizbewegung Varel e.V. und das Hospiz am Wattenmeer, die ambulante und die stationäre Versorgung, ein gemeinsames Zuhause gefunden. Die mehr als 50 Ehrenamtlichen der Hospizbewegung Varel begleiteten im vergangenen Jahr über 40 Menschen und ihre Zugehörigen in ihrem Zuhause, im Pflegeheim oder Krankenhaus. Es gibt außerdem Angebote für Trauernde im Trauercafé, in einer Malgruppe oder als Gruppenarbeit für verwaiste Eltern. Im Hospiz am Wattenmeer wurde in den letzten zwölf Monaten von über 100 Menschen Abschied genommen. Sie kamen überwiegend aus Varel, Bockhorn und Zetel, aber auch aus der Wesermarsch und darüberhinaus. Träger des Hauses ist die mission:lebenshaus gGmbH. Die Geschäftsführung Irene Müller erklärt: „Voller Stolz können wir auf den Lauf zurückblicken. Nahezu die gesamte Region ist hier für das Haus der Hospiz- und Palliativarbeit an den Start gegangen, was von einem hohen bürgerschaftlichen Engagement zeugt. Neben den Läufer*innen danke ich allen Haupt- und Ehrenamtlichen des stationären Hospizes und der Hospizbewegung für ihren Einsatz. Nur durch eine gute Zusammenarbeit können wir unsere wichtige Arbeit leisten und den Hospizgedanken in die Gesellschaft tragen.“

Sommerfest am 17. August

Im Rahmen eines Sommerfestes wird das einjährige Bestehen des Hauses der Hospiz- und Palliativarbeit „Am Jadebusen“ gefeiert. Bei Führungen kann man das Haus kennenlernen und in lockerer Atmosphäre mit Haupt- und Ehrenamtlichen ins Gespräch kommen. Neben einem bunten Markt mit Selbstgemachtem, einer Kindertanzgruppe und kleinen Leckereien sorgt Mr. Swing mit Live-Musik für gute Stimmung.

Hospizkalender 2020

Außerdem kann man hier erstmals den neuen Hospizkalender 2020 erwerben, der erneut Varel von seinen schönsten Seiten zeigt und die Hospizarbeit unterstützt. Das Fest findet am Samstag, 17. August, von 15 bis 18 Uhr in der Karl-Nieraad-Str. 14 in Varel statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. (ak)
Varel. Die Lösung liegt wohl in einem Kompromiss und daher stand am Schluss der Infoveranstaltung ein Appell von Kai Langer (Sprecher der Arbeitsgruppe Vereine) im Raum: „Lassen sie uns zusammenhalten, dann können wir wirklich etwas für den Vereins- und den Schulsport hier in Varel erreichen.“
Er bot dem Förderkreis Waldstadion an, ins Gespräch zu kommen und Vereine sowie Schulen mit ins Boot zu holen. Ein Austausch zwischen Förderkreis und der Verwaltung hatte bereits am Vorabend im Rathaus stattgefunden und weitere Gespräche wurden vereinbart. Norbert Ahlers vom Förderkreis signalisierte auch gegenüber Langer dafür die Bereitschaft und so kann man gespannt abwarten, wie es mit dem in Varel geplanten Bürger- und Sportpark weitergeht.

Zwei Projekt-Bausteine?

Möglicherweise wird aus einem Projekt nun eines mit zwei Bausteinen: Die Sportanlagen in Langendamm und als Nachnutzungskonzept für das Waldstadion ein Bürgerpark an der Windallee. Bei einer Infoveranstaltung im Vareler Rathaus vor knapp 100 Bürgern stellten Bürgermeister Gerd-Christian Wagner und die Verwaltung die aktuellen Pläne, für die derzeit eine Fördermöglichkeit von vier Millionen Euro im Raum steht, vor. Die Projektüberschrift lautet: „Sanierung Sportanlage Langendamm und Windallee durch Errichtung eines zentralen Sport- und Bürgerparks am zu sanierenden Standort Langendamm sowie Aufgabe des Standortes Wind- allee im Rahmen des Sportstättenentwicklungskonzeptes“. Was genau dort entstehen kann ist noch nicht festgelegt, es gibt lediglich erste Skizzen, die nun diskutiert werden sollen: Möglich ist ein Stadion mit einem Naturrasenspielfeld und einer Laufbahn, ein Kunstrasenplatz, ein Vereinsheim, Platz für Leichtathletikangebote und auch Freiraum für Bürger.
Bis Mitte September muss dieser Antrag konkretisiert und dem Ministerium vorgestellt werden. Wie der Antrag schließlich genau definiert wird, ist bis zum Ende dieses Jahres durch den Vareler Stadtrat zu beschließen. In der ersten Antragsbeschreibung wurde zur Finanzierung der Verkauf des Waldstadions mit dem Schlackeplatz und der angrenzenden Wiese eingeplant. Die jetzt vorgestellten Pläne sind insoweit verändert worden, als dass das Waldstadion für den Breiten- und Schulsport erhalten bleiben könnte, Schlackeplatz und angrenzende Wiese aber einer anderen Verwendung zugeführt werden.

Bürgerpark entwickeln

Der Förderkreis Waldstadion hatte Alternativvorschläge, die insbesondere die Flächen um das Waldstadion zu einem Bürgerpark entwickeln sollen, erarbeitet und Gelegenheit diese bei der Infoveranstaltung ebenfalls vorzustellen. Diese Ideen sind völlig anders, als im Förderantrag beschrieben. Norbert Ahlers forderte, den Antrag entsprechend zu verändern und die neue Fassung beim Ministerium einzureichen.
Davor warnte Bürgermeister Gerd-Christian Wagner: „Ich glaube nicht, dass wir die Förderkommission überzeugen, wenn wir jetzt mit einem völlig anderen Projekt dort vorstellig werden. Gerade unser Konzept hat doch dazu geführt, dass wir überhaupt ausgewählt wurden. Das Programm war schließlich um ein Vielfaches überzeichnet. Wir haben jetzt die riesige Chance etwas für den Sport in Varel zu bewegen.“ Hergen Eilers (CDU) ergänzte: „Wir haben mit unserem Antrag als eine von ganz wenigen Kommunen den Förderhöchstsatz erhalten. Wenn wir jetzt etwas völlig anderes beantragen fürchte ich, dass wir die vier Millionen nicht bekommen. Ich als Ratsvertreter fühle mich in der Pflicht, diese Chance auch zu nutzen. Für ein solch großes Projekt wünsche ich mir aber eine breite Mehrheit, das ist wichtig für die Akzeptanz der Anlage.“ Norbert Ahlers warb eindringlich für die Alternativplanung: „Auch wir wollen, dass die Sportler in Varel gut trainieren können, ein ganzjährig bespielbarer Platz muss her und das am Standort Langendamm. Das Waldstadion ist aber eine Perle, die soziales Leben im urbanen Raum möglich macht. Hier könnten wir einen Bürgerpark errichten, der den Namen auch verdient und eine Begegnungsstätte, die Varel besonders macht.“ Stadtplaner Olaf Freitag merkte an, dass man viele der geplanten Dinge möglicherweise auch auf dem Webereigelände realisieren könnte Dr. Heiko Schepker forderte jedoch: „Wir wollen das Waldstadion und die Flächen darum komplett. Wir wollen alles und sind auch bereit an anderen Stellen Einsparungen vorzunehmen.“ Die Ideen dazu würden zu gegebener Zeit vorgestellt. Große Fragezeichen bleiben weiterhin beim Thema Finanzierung. Aktuell ermittelt ein Planungsbüro konkrete Zahlen für die Antragsskizze der Verwaltung, einschließlich verschiedener Gutachten zum Beispiel zum Thema Lärm oder Luftqualität.

Die Finanzierung

Der Kämmerer Jens Neumann stellte den aktuellen Finanzierungsplan vor, der noch einen Erlös aus den Flächen Schlackeplatz und Wiese – als vorsichtige Schätzung – in Höhe von 1,25 Millionen Euro einplant. Und wurde deutlich: „Auf diese Beträge können wir nicht verzichten. Wir haben noch viele andere Projekte in der Stadt zu bewältigen. Ich nenne nur den Bedarf für neue Kindertagesstätten oder den Neubau des Feuerwehrhauses in Obenstrohe. Wir sind gezwungen sehr sorgsam mit unseren Finanzmitteln umzugehen. Dieser Realität müssen wir uns stellen.“ Der Förderkreis nannte eigene Zahlen, die noch zu belegen sind.

Stimmen der Zuhörer

Mehrer Zuhörer forderten, unbedingt auch die Folgekosten in die Entscheidung mit einzubeziehen. Das wurde seitens des Bürgermeisters als selbstverständlich bestätigt, allerdings brauche man dafür die Basisdaten, die ja derzeit erst ermittelt würden. Thema war außerdem den Naturschutz zu beachten und nicht weitere Flächen zu versiegeln. Man verliere möglicherweise die „Grüne Lunge Varels“. Anwohner in Langendamm wiesen auf mögliche Lärm- und Parkprobleme hin und auch verlängerte Fahrzeiten für den Schulsport wurden von den Zuhörern als Thema genannt.
Es wurde außerdem gefragt, ob Varel ein solches neues Stadion Typ B (mit sechs Laufbahnen) überhaupt brauche. Sportzukunft neu aufbauen Ein Sportler wies darauf hin, dass früher in Varel einmal 160 Kinder Leichtathletik betrieben hätten, heute sei die größte Abteilung in Obenstrohe – mit 30 Kindern. Kai Langer betonte: „Ich sage ‚Ja‘ zu einem Stadion Typ B, das auch in Zukunft wettkampftauglich ist. Es geht darum Sportler neu zu gewinnen, uns für die nächsten Jahrzehnte aufzustellen. Dafür müssen wir etwas bieten können. Unser Ziel ist es unsere Stadt auch für unsere Jugend und unsere Kinder attraktiv zu erhalten.“
Hartmut Ehmen (Vorsitzender JFV-Varel) ergänzte: „Mein Dank geht an die Stadt, dass sie diesen Antrag gestellt hat. Unsere Sportler fordern seit vielen Jahren Verbesserungen. Wir machen Jugendarbeit für 200 Jugendliche und Kinder. Seit langem warten wir auf entsprechende Spiel- und Trainingsmöglichkeiten.“ (ak)
Mittwoch, 17 Juli 2019 09:27

„Ich mache das frei aus dem Herzen“

Varel. „Wenn man es will, kann man viel verändern – und am meisten für sich selbst.“
Jan Kleen aus Wilhelmshaven ist ein junger Mann, der genau das getan hat: Er ist 25 Jahre jung, kam zehn Wochen zu früh auf diese Welt und ist in einigen Dingen, die für das Leben wohl wichtig zu sein scheinen, eingeschränkt. Heute engagiert er sich in verschiedenster Weise – ehrenamtlich versteht sich.

Gefahren durch Müll

Am vergangenen Wochenende war er in Varel unterwegs, um Müll aufzusammeln. Das macht er schon seit einiger Zeit in Wilhelmshaven und der Umgebung: „Eines Tages habe ich im Stadtpark eine Katze gefunden, die sich an einer herumliegenden Flasche verletzt hatte. Das hat mich sehr betroffen gemacht. Da beschloss ich, dass ich etwas für die Umwelt tun wollte und ganz besonders für die Tiere. So viele Tiere sterben, weil sie Müll gefressen haben, der achtlos weggeworfen wurde.“ Dazu gehören, wie er erklärte, zum Beispiel Plastikreste, Kronkorken, Scherben oder Zigarettenkippen. „Ich bekomme dafür kein Geld und mache das frei aus dem Herzen.“
Er sei auch deswegen nach Varel gekommen um seine Aktion bekannter zu machen: „Wenn mir das damit gelingt, wäre es schon ein toller Erfolg.“ Er, sein Bruder Stefan und sein Freund René Hallasch reisten mit dem Zug an. Bis zum Treffpunkt auf dem Schloßplatz war schon einiges an Müll eingesammelt worden.
Hier trafen sie auf weitere Helfer, darunter Ratsmitglied Alexander Westerman, Celine Pollak, Rena Litke, Sören Schnau und Siegfried Peters-Taschenberger.
Gemeinsam machten sie sich anschließend auf den Weg, um in der Innenstadt weiteren Müll einzusammeln. Alle waren sich einig, dass jeder Mensch für sich ganz einfach etwas tun könne – zum Beispiel allein dadurch, dass er bei Spaziergängen immer einige Teile Müll mitnehmen und ordentlich entsorgen würde. Alexander Westerman: „Die Aktion war ein voller Erfolg. Wir können uns vorstellen diese regelmäßig zu wiederholen.“
Und Jan Kleen ergänzte: „Das ist ein Projekt, bei dem sich jeder Mensch anschließen kann – man kann etwas gemeinsam tun und dabei sogar noch neue Freunde gewinnen.“ Informationen gibt es auch auf der Facebookseite "Wir-kämpfen-für-eine-saubere-Umwelt". Im Rahmen des Projektes "Helden von nebenan" wird auch der NDR über das Engagement berichten: "Am 15. August, um 19:30 Uhr, stelle ich im Pumpwerk mein Projekt vor und erzähle wie ich überhaupt zu der Idee gekommen bin ehrenamtlich in Wilhelmshaven den Müll zu sammeln. Ich freue mich auf die Veranstaltung und darauf die anderen drei Projekte kennenzulernen die auch dabei sind." (ak)
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