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Dienstag, 26 Februar 2019 12:29

Erneuter Bombenfund in Friedrichsfeld

Varel/Bockhorn. Am Montag ist auf dem einstigen Bundeswehrübungsplatz Friedrichsfeld zwischen Altjührden und Osterforde bei Räumungsarbeiten erneut eine 500-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden, das teilte Wilfried Alberts von der Vareler Stadtverwaltung mit. Diese soll heute ab 15 Uhr entweder entschärft oder gesprengt werden.
Schon im vergangenen November hatte es Bombensprengungen vor Ort gegeben, darunter auch eine 500-Kilo-Bombe. In Zusammenarbeit mit der Stadt Varel und der Polizei hat sich der Kampfmittelbeseitiger auch heute dazu entschieden, einen Bereich mit Radius von 1000 Metern um die Fundstelle räumen zu lassen. Davon betroffen sind Wohnhäuser etwa am Grabsteder Weg, am Grenzweg und am Mühlenweg. Auch die Straßen werden gesperrt, etwa die Altjührdener Straße zwischen maschal und der B 437 und die Plaggenkrugstraße. Während Mitarbeiter des Stadtbetriebes sich um die Absperrungen kümmern, kontrollieren Helfer der Feuerwehren die Rad- und Wanderwege im betroffenen Gebiet. Die Polizei evakuiert die Wohnungen und Betriebe. Auch ein Polizeihubschrauber wird ab 14.30 Uhr über der Sperrzone kreisen, um etwaige Reiter oder Spaziergänger ausfindig zu machen.
In der Turnhalle Altjührden wird ein Anlaufpunkt für Betroffene eingerichtet. Die Polizei wird entsprechende Rundfunkdurchsagen ab 13 Uhr durchführen. Friedrichsfeld hatte früher als Fliegerhorst gedient, insbesondere Start- und Landebahnen waren zu Kriegsende bombardiert worden. Derzeit laufen auf dem Gelände Räum- und Rodungsarbeiten, das insgesamt mehr als 250 Hektar große Gelände soll bekanntlich als Ausgleich für die Landschaftszerstörung durch die geplante A 20 herhalten und muss dafür umgestaltet werden, aus Waldbewuchs soll Feuchtgrünland werden. Vor Beginn der Rodungs- und Erdarbeiten waren weite Teile des Geländes bereits vom Kampfmittelräumdienst untersucht worden, immer wieder waren dabei Sprengkörper entdeckt worden.
„In unseren Hospizen hat Zeit eine ganz besondere Bedeutung: Viele unserer Gäste haben nur noch wenig Zeit“, das betonte Geschäftsführung Irene Müller in ihrer Begrüßungsrede zum 2. Jahresempfang der mission:lebenshaus gGmbH am vergangenen Donnerstag im Kreisdienstleistungszentrum.

Die Achtsamkeit bewahren

„Gemeinsam möchte mein Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen ihnen eine besondere Zeit schenken. Es geht darum die Achtsamkeit zu bewahren und die eigene Würde nicht zu verlieren.“ Die Ehrenamtlichen der mission:lebenshaus gGmbH haben sich im vergangenen Jahr mit stolzen 12.000 Stunden für die Hospize freiwillig engagiert.
Rund 170 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Kirche und den eigenen Reihen zeigten sich beeindruckt von dem, was in den inzwischen vier Hospizen der mission.lebenshaus gGmbH im vergangenen Jahr erneut geleistet wurde. Im Rahmen ihrer Begrüßung blickte Irene Müller auch auf die Eröffnung des Hospizes am Wattenmeer im benachbarten Haus der Hospiz- und Palliativarbeit „Am Jadebusen“ zurück. Sehr froh sei sie darüber, dass ein Team aus zehn Palliativmedizinern der Region die Gäste im Haus und ihre Zugehörigen sehr engagiert versorge.
Organisiert wurden außerdem ein sehr gut besuchter Hospiz- und Palliativtag in Jever sowie zahlreiche Feste und Veranstaltungen in den einzelnen Häusern. Insgesamt haben die drei Erwachsenenhospize der mission:lebenshaus gGmbH im vergangenen Jahr 301 unheilbar erkrankte Menschen in ihrer letzten Lebensphase begleitet, im Kinder- und Jugendhospiz waren 171 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zu Gast.

Eine Geschwisterinsel

Darüber hinaus stellte Irene Müller die Geschwisterinsel vor, die aktuell auf dem Gelände des Kinder- und Jugendhospizes gebaut und voraussichtlich im August eröffnet wird: „Die Brüder und Schwestern der betroffenen jungen Menschen sollen hier einen Ort haben, an dem sie ihren ganz unterschiedlichen Gefühlen Ausdruck verleihen können.“ Zu den Festrednern gehörten Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner und Sven Ambrosy, Landrat im Landkreis Friesland. Sie erinnerten an die Einweihung des Hauses der Hospiz- und Palliativarbeit „Am Jadebusen“ im Sommer des Jahres. Wagner betonte, dass kaum ein anderes Haus sich in Varel und der Region so schnell etabliert habe: „Es ist eindrucksvoll, wie sich hier ambulante und stationäre Versorgung unter einem Dach und ‚mitten im Leben‘ vereinen. Die Betroffenen und ihre Angehörigen finden hier einen Ankerplatz für die letzte Lebenszeit.“
Sven Ambrosy war sicher: „Unsere Gesellschaft hat dieses Haus an diesem Platz gebraucht. Sie alle hier leisten eine unglaublich wichtige gesellschaftliche Arbeit für uns alle. Überraschungsgast des Abends war Bestsellerautor und Kinderhospiz-Botschafter David Safier. In einem bewegenden Statement erläuterte er seine Motivation für sein Engagement für das Haus in Wilhelmshaven, das in diesem Jahr seinen fünften Geburtstag feiert. Außerdem begrüßte Irene Müller Mark Castens vom Verein Lebenswunsch e. V., der die mission:lebenshaus gGmbH bei zahlreichen Wunscherfüllungen unterstützt. Für die temperamentvolle und lautstarke Unterhaltung der Besucher sorgte die Samba-Percussion Band „Sambarracuda“. Die Moderation der Veranstaltung übernahm Manfred Eckhoff. Die Besucher nutzten im Anschluss des offiziellen Programms die Gelegenheit, sich in stimmungsvoller Atmosphäre auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Die mission:lebenshaus gGmbH betreibt als gemeinnützige, diakonische Gesellschaft seit 2010 vier stationäre Hospize: das Friedel-Orth-Hospiz in Jever, das Laurentius Hospiz in Falkenburg / Ganderkesee, das Hospiz am Wattenmeer in Varel und das Angelika Reichelt Kinder- und Jugendhospiz Joshuas Engelreich in Wilhelmshaven. Gemeinsam mit der Stadt Varel und der Hospizbewegung Varel e.V. ist sie Gesellschafter des Hauses der Hospiz- und Palliativarbeit „Am Jadebusen“ und engagiert sich für die Hospizbildung. Insgesamt werden 125 Mitarbeiter beschäftigt und im nächsten Jahr kann das zehnjährige Jubiläum gefeiert werden. (ak)
Irene Müller (vorne) könnte über 170 Gäste zum Jahresempfang der mission:lebenshaus gGmbH begrüßen
Varel. Nach knapp sechs Monaten Bauzeit konnte jetzt der Stadtbetrieb auf dem Gelände der ehemaligen Friesland-Kaserne eingeweiht werden. Das Kostenbudget in Höhe von 1,3 Millionen Euro wurde eingehalten und auf etwa 2,5 Hektar ist nun ein neuer zentraler Betriebshof entstanden, der Bauhof und Gartenamt unter einem Dach zusammenführt.„Insgesamt haben wir deutlich mehr Platz als bisher“, sagt Johann Taddigs, der als Stabsstellenleiter Wirtschaftsbetriebe auch zuständig für die Entwicklung des Stadtbetriebes ist. Das erhöhe nicht nur den Komfort, sondern optimiere auch die Abläufe. Kürzere Rüstzeiten und schnelleres Ausrücken wird so möglich.
Erhalten blieb die „Halle“ 22 der Bundeswehr: Wo einst schwere Militärfahrzeuge untergebracht waren, finden auch Maschinen und Lastwagen des Stadtbetriebs prima Platz. In der Halle sind zudem eine größere Tischlerei sowie eine eigene Schlosserei untergebracht. Mit dieser verbesserten räumlichen Ausstattung kann das Personal künftig kleinere Reparatur- und Wartungsarbeiten selbst vornehmen und damit effizienter und günstiger agieren. Weiter genutzt für Fahrzeuge und Material wird auch ein vorhandenes Schleppdach, während ein Sozial- und Verwaltungsgebäude ganz neu gebaut wurde. Rund 400 Quadratmeter Fläche wurden neu geschaffen.
Geleitet wird der Stadtbetrieb von Fritz Schimmelpenning, der sich zusammen mit seinem Team von etwa 30 Mitarbeitern über die verbesserten Bedingungen freut. Zu tun gibt es genug: Etwa 250 Kilometer Gemeindestraßen, 45 Kilometer Schotterwege, 67 Spielplätze, mehr als 800 Abfallbehälter, 7 Sportplätze, mehr als 3.000 Alleebäume, viele tausend städtische Bäume und rund zweieinhalb Hektar Beete gilt es im Auge zu haben und zu pflegen.
Mit eingezogen ist auch die Gartengruppe der GPS-Werkstatt Jeringhave. Johann Taddigs: „Das ist einmalig in Deutschland: gemeinsam mit der WilSer (integrativer Betrieb) und den GPS-Werkstätten leben wir hier Inklusion vor Ort. Die GPS übernimmt zum Beispiel in enger Abstimmung mit dem Stadtbetrieb einen Teil der kommunalen Grünpflegearbeiten.“
Bereits vor einigen Monaten eingezogen ist die GPS-Tochter „WilSer GmbH“, ein in den Bereichen Gebäudereinigung, Objektbetreuung und hauswirtschaftlicher Unterstützung inklusiv arbeitendes Dienstleistungsunternehmen. Bürgermeister Gerd-Christian Wagner: „Wir werden hier eine gute Nachbarschaft pflegen. Hier wachsen verschiedene und wichtige Angebote zusammen.“
Varel. Am Sonntag, 14. Oktober, startet in Varel wieder das kunterbunte Kürbisfest in der Innenstadt. Um 11 Uhr fällt der Startschuss mit dem traditionellen Anschnitt des Kürbisstutens durch Bürgermeister Gerd-Christian Wagner und dem Vorsitzenden der Werbegemeinschaft Eckhard Klein. Die Geschäftsleute laden dann ab 12 Uhr wieder zum verkaufsoffenen Sonntag ein.
In der herbstlich dekorierten Innenstadt gibt es wieder ein tolles Programm, das praktisch für jeden Geschmack etwas zu bieten hat: Eine Kürbisrallye für Kinder, Abenteuer mit den Strandpiraten und Spaß auf der Hüpfburg. Beim Kürbisschätzen gibt es etwas zu gewinnen und auf dem Schloßplatz zeigen – in Zusammenarbeit mit dem Wunderwerk – wieder viele Kunst- und Hobbyaussteller ihre Werke.
Donnerstag, 05 Juli 2018 11:37

Herzliche Einladung zur Eröffnung

Varel. Nach gut einem Jahr Bauzeit wird das Haus der Hospiz- und Palliativarbeit „Am Jadebusen“ am Mittwoch, 11. Juli 2018, eröffnet. Das enorme Engagement der Gruppen, Organisationen, Vereine, Firmen und Privatpersonen aus Varel, Bockhorn, Zetel, Friesland und der Wesermarsch war ein wichtiger Baustein für das Gelingen dieses Projektes.

Daher sind alle Menschen, die sich mit dem Haus verbunden fühlen, herzlich zu diesem besonderen Tag eingeladen.

Los geht es um 12.30 Uhr mit einem offiziellen Festakt. Dieser wird musikalisch von Christine Homfeld begleitet. Die Ansprachen hierzu halten Gerd-Christian Wagner, Bürgermeister Stadt Varel, Thomas Brückmann, Landrat Wesermarsch, Sven Ambrosy, Landrat im Landkreis Friesland und Gerd Klaus, Vorsitzender Hospiz- und Palliativverband Niedersachen e. V., sowie die Vertreter des Hauses der Hospiz- und Palliativarbeit „Am Jadebusen“. Die Einsegnung des Hauses erfolgt im Rahmen der Eröffnungsfeier durch Pastor Achim Jürgens und Kreispfarrer Christian Scheuer. Ab 14.30 Uhr können sich alle Interessierten bei einem „Tag der offenen Tür“ ein erstes Bild vom Haus machen und mit Mitarbeitenden ins Gespräch kommen. Musikalisch wird der „Tag der offenen Tür“ vom Katteeker Jazz Quartett und dem Shantychor „De Freesen ut Varel“ begleitet. Die Bühne wird gestellt von dem Unternehmen Eilers Fahrzeugbau aus Varel. Angeboten werden Leckeres vom Grill, Kuchen, Eis oder Brezeln sowie kalte und warme Getränke.

Ambulant und stationär unter einem Dach

Der erste Spatenstich für dieses besondere Modellprojekt, das auf rund 1.000 qm ambulante und stationäre Hospiz- und Palliativarbeit unter einem Dach vereint, erfolgte am 22. Juni 2017, das Richtfest konnte am 17. Oktober letzten Jahres gefeiert werden. Das Angebot richtet sich an schwerstkranke und sterbende Menschen sowie deren Zugehörige. Die Hospizbewegung Varel e.V., die bislang ihren Sitz in der Windallee 15 hatte, wird im Laufe des Julis in die Karl-Nieraad-Straße umziehen. Das Hospiz am Wattenmeer, das von der mission:lebenshaus gGmbH betrieben wird, wird seine ersten Gäste voraussichtlich ab dem 16. Juli 2018 aufnehmen, es gibt bereits erste Anfragen. Für insgesamt acht unheilbar erkrankte Menschen bietet das Haus Platz, ein weiteres Zimmer kann von Angehörigen genutzt werden. Von jedem der Zimmer geht eine eigene Terrasse in die ca. 4.300 qm große Außenanlage ab. Im Pflegebad können die Hospizgäste entspannen. Die Wohnküche steht als Ort der Begegnung Gästen, Zugehörigen und Mitarbeitenden offen.
Neben dem großen Engagement der Menschen in der Region haben sich die Stadt Varel, die Landkreise Friesland und Wesermarsch, die Gemeinden Zetel und Bockhorn mehrere regionale Stiftungen und nicht zuletzt die Deutsche Fernsehlotterie an der Finanzierung beteiligt. (eb)
Varel. Einen solchen Brand haben die Feuerwehrfrauen und Männer in den letzten Jahrzehnten in Varel nicht erlebt. Am Pfingstmontag ging um 16.20 Uhr die Alarmierung bei der Vareler Feuerwehr ein: Auf dem Gelände der Papier- und Kartonfabrik Varel brennt Altpapier.
Stadtbrandmeister Volker Sermond: „Als wir ankamen, waren vier Altpapierballen in Brand, in kürzester Zeit und trotz schnellster Unterstützung durch die Wehren aus Borgstede/Winkelsheide und Obenstrohe sowie den umliegenden Gemeinden griff das Feuer schnell auf weitere Ballen über.
Obwohl Brandsicherheitsschneisen vorhanden waren, stand innerhalb kürzester Zeit das gesamte Lager auf einer Fläche von 4.000 Quadratmetern in Flammen.“ Der böige Wind machte es den Einsatzkräften unmöglich dies zu verhindern: „Das Lager war nicht zu halten. Es gab erheblichen Funkenflug und die Situation glich zeitweise einem Inferno“, beschreibt Volker Sermond. „Das Ziel war schließlich die Gebäude, insbesondere das mit dem Papiermaschine „Vier“ zu schützen. Dabei hatten wir auch das Glück, dass der Wind das Feuer von den Hallen weg drückte.
Bis zu 200 Kräfte waren schließlich im Einsatz, es gab Unterstützung durch das THW und Spezialeinheiten, zusätzlich wurden Schaummittel eingesetzt. Während der ganzen Nacht wurde weiter gelöscht und am Dienstagmittag waren noch 80 Kräfte im Einsatz. Im Laufe des Tages gibt es eine Ablösung aus dem Ammerland, damit die Kameraden aus den umliegenden Gemeinden einmal abgelöst werden können. „Wir sind immer noch am Löschen. Pro Minute werden 8.000 bis 10.000 Liter Wasser eingesetzt, unter anderem durch vier Wasserwerfer. Bis zum Mittwoch werden wir wohl noch schwer zu tun haben...“
Positiv äußerte sich Volker Sermond über die Bevölkerung: „Es gab keine Behinderungen und die Menschen haben sich sehr vernünftig verhalten.“ (ak)
Varel. Am Samstag, 20. Januar 2018, lädt der Rotary Club Varel-Friesland ab 20 Uhr zu seiner alljährlichen „Rotary Nacht“ im Vareler Tivoli ein. Als musikalisches Highlight kommt „Zydeco Annie & Swamp Cats“ wieder einmal nach Varel und wird das Publikum auf eine musikalische Reise durch Loui-siana mitnehmen und begeistern. Unter dem Motto „The Spirit of New Orleans“ wird die deutsche Musikerin Anja Baldauf zur leibhaftigen Zydeco Annie und taucht mit ihren Swamp Cats ein in die Cajun- und Zydecomusik Louisianas.
Die Weite der Baumwollplantagen, heiße Nächte in New Orleans, kreolische Lebensfreude, mystische Voodoo-Klänge aus den Sümpfen, dorthin entführt Zydeco Annie die Zuhörer. „Wir hatten ‚Zydeco Annie & Swamp Cats‘ schon zweimal als musikalische Gäste bei der Veranstaltungsreihe „Kultur am Haltepunkt“, immer mit ausverkauftem Haus, so dass ich mir während meines Präsidentenjahres diese gutgelaunte Band einfach für die Rotary Nacht gewünscht habe“, so Insa Jung vom Rotary Club. „Für mich ein Garant für einen tollen Abend unter Freunden, Varelern und Gästen aus der Region, die einfach Spaß miteinander haben möchten und vielleicht auch das Tanzbein schwingen möchten.“
Längst gilt Swamp Cats als eine der besten Cajun- und Zydecobands in Europa. Neben nicht wenigen Auszeichnungen zeugen ein immer voller Tourplan und stets begeistertes Publikum von Popularität und künstlerischer Qualität dieser Formation. Unterstützt wird die Zydeco-Band in den Spielpausen durch die Jazzband der Musikschule Friesland-Wittmund „Come Tuesday“. Die Band besteht aus Hobby-Musikern mit einem ganz unterschiedlichen Altersdurchschnitt, die allesamt eins gemeinsam haben, „den Spaß an der Musik“, und dieser Funke wird beim Publikum überspringen.
Der Erlös der Rotary Nacht 2018 soll dem KidsCamp, einer fünftägigen Kinderfreizeit zugutekommen. Teilnehmen können Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren, denen ein Urlaub unter normalen Umständen aus verschiedenen Gründen nicht möglich ist. „Wir hoffen daher auf viele Besucher und Gäste zur diesjährigen Rotary Nacht, damit wir in diesem Sommer das Camp finanziell unterstützen können“, so Jung. Karten gibt es bei Nordwest-Ticket unter der v 0421/363636, www.nordwest-ticket.de; in Varel bei Brillen Wandke, im Restaurant Tivoli, in Bockhorn im Reisebüro Brumund und selbstverständlich bei allen Mitgliedern des Rotary Club Varel-Friesland.
Mittwoch, 03 Januar 2018 14:59

Hallenbad ist wieder „dicht“

Varel. Ein Silvesterböller war die Ursache: Das Vareler Hallenbad blieb in den ersten Tagen des neuen Jahres geschlossen. Durch das Dach im Eingangsbereich trat Wasser ein, wie Johann Taddigs von der Stadt Varel erklärte:
„Ein Böller hat ein Loch im Teerdach verursacht. Durch die massiven Regenfälle der letzten Tage, war erheblich Wasser auf dem Dach, das durch dieses Loch in die Halle gelaufen ist. Es hat ordentlich aus der Decke getropft.“
Inzwischen sei das Loch durch die Dachdecker lokalisiert worden: „das war nicht schwierig, da der Böller noch im Dach steckte“, so Taddigs weiter. Das Leck sei inzwischen wieder geschlossen.
Da auch Wasser in die Elektrik und die Lampen eingedrungen war, wurde das Bad zunächst vorsichtshalber geschlossen. Ab Freitag wird der normale Badebetrieb wieder aufgenommen, lediglich das Kinderplanschbecken bleibt aus Vorsichtsgründen noch geschlossen.
„Wir sind froh, dass unsere Gäste nach wenigen Tagen das Baden wieder gefahrlos genießen können, ich würde mir aber sehr wünschen, dass man bei der Silvesterböllerei im nächsten Jahr wirklich äußerste Vorsicht walten lässt.“
Das Hallenbad ist über 40 Jahre alt und wurde in den letzten Jahren grundsaniert. Erst in 2017 Jahr war die Lüftungsanlage erneuert worden. Mehr als 70.000 Besucher nutzen das Bad pro Jahr, Vereine und Schulklassen inklusive.
Mittwoch, 13 September 2017 16:51

Minister Gabriel: Am Geburtstag nach Varel

Varel. Termine bei den Politikern sind so kurz vor der Wahl denkbar knapp. Schon zweimal hatte Außenminister Sigmar Gabriel seinen Besuch im Wahlkreis von Bundestagskandidatin Siemtje Möller absagen müssen, da aktuelle Ereignisse wie das Attentat in Barcelona natürlich stets Priorität haben.
Dennoch war ihm die Einladung nach Friesland sehr wichtig. Der einzige noch freie Termin war an seinem 58. Geburtstag und den beging er am Dienstag – zumindest in den ersten Stunden – im Vareler Waisenhaus. Dabei nahm er ausführlich zu Fragen der Außenpolitik, zur Flüchtlingssituation und der Lage in kleineren Kommunen Stellung. Siemtje Möller betonte: „Gerade in außen- und sicherheitspolitisch schwierigen Zeiten ist eine besonnene und friedensorientierte Politik enorm wichtig. Das höre ich auch immer wieder bei meinen Gesprächen mit den Menschen hier vor Ort. Ich bin sehr dankbar, dass unser Bundesaußenminister Sigmar Gabriel heute hier ist und uns zu diesen Themen seine Sicht darstellt.“

Bundeswehr: Bessere Ausstattung statt Aufrüstung

Der Minister machte zunächst den Stellenwert der Bundeswehr deutlich: „Unsere Bundeswehr genießt dort wo sie aktiv ist eine hohe Achtung und ist eine echte Erfolgsgeschichte.“ Es gehe aber in erster Linie darum, in eine vernünftige Ausstattung zu investieren und nicht in eine Aufrüstung. Einen Seitenhieb an Karl-Theodor zu Gutenberg konnte er sich nicht verkneifen: „Er wollte fünf Milliarden Euro in seinem Ressort einsparen und ist damit genauso sorgsam mit der Bundeswehr umgegangen,wie mit seiner Doktorarbeit.“
Deutlich machte Gabriel aber auch, dass man mit einer Steigerung der Rüstungsausgaben allein die aktuellen Probleme nicht werde lösen können: „Ohne eine Erhöhung der Entwicklungshilfe und weiterer Mittel für Kriseninterventionen gibt es keinen Frieden und auch keine Bewältigung des Flüchtlingsproblemes.“ Man solle nicht der Illusion von US-Präsident Donald Trump verfallen, dass mehr Militär auch mehr Sicherheit bringe. Angesprochen auf die Situation in Nordkorea macht er deutlich: „Hier müssen wir neue Wege suchen. Die USA, China und Russland können das Problem nur gemeinsam unter Kontrolle bringen. Das ist ein Grund für eine Entspannungspolitik mit Russland, es müssen sich neue Fenster öffnen.“ Deutschland müsse in diesem Zusammenhang die Friedensstimme sein: „Eine Verdoppelung der Rüstungsausgaben halte ich für Unsinn, eine Verdoppelung der Ausgaben für Bildung wäre sinnvoller.“

„Baustelle“ Europa

Als eine seiner wichtigsten „Baustellen“ nannte Gabriel das Thema Europa: „Der Rest der Welt wird immer bedeutsamer und unsere Kinder werden in Zukunft nur noch in einem gemeinsamen Europa eine Stimme haben, die auch wahrgenommen wird.“
Zur Türkeipolitik sagte der Minister: „Präsident Erdogan benutzt Deutschland als äußeren Feind um innere Widersprüche zu überdecken.“ Nach seiner Meinung helfe hier wirtschaftlicher Druck, für den es in Europa aber leider nicht so viele Verbündete gebe.

Flüchtlingssituation: Sorgen ernst nehmen

Auf die Nachfrage, wie man mit den Sorgen der Menschen im Blick auf die Flüchtlingssituation umgehen solle antwortete Gabriel: „Wir müssen ehrlich sein: Es schlagen zwei Seelen in unserer Brust: Zum einen wollen wir helfen, zum anderen haben wir Sorgen und Ängste, dass wir die Situation nicht beherrschen.“ Es sei wichtig diese Sorgen ernst zu nehmen und sie auch auszusprechen. Natürlich gäbe es Probleme und diese zu bewältigen sei eine Generationenaufgabe. „Ich bin auch dafür, dass wir den Gemeinden nicht nur die Kosten für die Flüchtlinge erstatten, sondern noch einmal die gleiche Summe obendrauf geben, um Aufgaben vor Ort anzugehen. Unser Land hat genug Geld um beides zu leisten.“
Das nahm Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner gerne zur Kenntnis und Landrat Sven Ambrosy wies darauf hin, dass in Friesland inzwischen 3.000 Geflüchtete aufgenommen wurden, bei einer Einwohnerzahl von rund 100.000.
Gabriel betonte ausdrücklich, dass ihm besonders auch die kleinen Kommunen am Herzen lägen, die unter Ärztemangel oder fehlenden Angeboten bei Apotheken oder im Nahverkehr leiden: „Die Menschen, die dort leben haben den Eindruck, dass sie vergessen werden. Da müssen wir besser hinhören. Mit ist das persönlich sehr wichtig.“
Nach dem Eintrag in das goldene Buch der Stadt Varel und mit einer Geburtstagstorte aus Friesland im Gepäck trat Sigmar Gabriel schließlich den Heimweg nach Goslar an – er hatte seiner Frau fest zugesagt, den Nachmittag mit der Familie zu verbringen.

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